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Razzia gegen Kim Dotcom war legal

23.12.2014 | 13:57 Uhr |

Die spektakuläre Razzia gegen Kim Dotcom alias Kim Schmitz auf dessen Anwesen in Neuseeland war zulässig. Das hat das oberste Gericht Neuseelands jetzt entschieden.

„Ich kann es nicht erwarten, dass 2014 vorbei ist“. Das twitterte Kim Schmitz. Grund: Der oberste Gerichtshof von Neuseeland hat geurteilt, dass die spektakuläre Razzia vom 20. Januar 2012 legal war.

Kim Dotcom will in den USA Internet-Partei gründen

Damals hatte die neuseeländische Polizei das Luxusanwesen des schillernden Internet-Unternehmers gestürmt und ihn sowie einige Kompagnons wegen der Verbreitung von Raubkopien über seine Filesharing-Plattform Megaupload beziehungsweise wegen des Verstoßes gegen Urheberrechte verhaftet und zahlreiche Datenträger sicher gestellt. Die neuseeländischen Behörden leisteten dabei Amtshilfe für die US-Bundespolizei FBI, die gegen Kim Dotcom ermittelt. In den USA läuft deswegen ein Verfahren gegen Kim Dotcom; zudem droht ihm die Auslieferung in die USA.

Im Gefängnis befindet sich Dotcom jedoch nicht mehr, er ist gegen strenge Auflagen auf freiem Fuß. Er ist laut eigener Aussage pleite, weil seine Rechtsanwälte zehn Millionen Dollar für den Prozess in den USA gekostet hätten. Zudem hat ihn seine Frau verlassen.

FBI schließt Megaupload und verhaftet Kim Schmitz

Seit 2010 lebt Kim Schmitz/Kim Dotcom in Neuseeland. Er hat dort ein Luxusanwesen in Coatesville gemietet. Dort muss er die Auflagen beachten: Ein Richter hat Kim Dotcom verboten, dass er seinen Hubschrauber verwendet. Und er darf sich nicht weiter als 80 Kilometer von seinem Anwesen entfernen. Zudem muss er sich täglich bei der Polizei melden. Von seinen einst bis zu 50 Angestellten beschäftigt er derzeit nur weniger als zehn. Darunter einen Butler.
 

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