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CEO Steve Perlman verlässt OnLive

29.08.2012 | 05:59 Uhr |

Nach der Übernahme durch den Investor Gary Lauder, muss OnLive-CEO Steve Perlman das Unternehmen verlassen.

Vor einer Woche sorgte der Spiele-Streaming-Dienst OnLive für Aufsehen. Das Unternehmen gab überraschenderweise seine Pleite bekannt und zog sich durch einen Insolvenz-Trick aus der Schuldenfalle. OnLive ging innerhalb weniger Tage an den Investor Lauder Partners über, wodurch nicht nur die Hälfte der Mitarbeiter ihren Job verlor und mit wertlosen Unternehmensanteilen zurückgelassen wurde, sondern auch die Gläubiger nur noch mit einem Zehntel bei der Rückzahlung ihrer Forderungen rechnen können.

Steve Perlman, ehemaliger OnLive-CEO, beharrte nach der Übernahme darauf, dass sich an seiner Position als Chef des Unternehmens nichts ändern werde. Heute gab Perlman jedoch bekannt, dass er OnLive nun doch verlassen werde, um „sich anderen Projekten zu widmen“. In der Führungsetage wird es daraufhin eine Umstrukturierung geben. Gary Lauder, Kopf von Lauder Partners, tritt als Vorstandsvorsitzender in Erscheinung, während Charlie Jablonski, ehemals Head of Operations, als CEO eingesetzt wird.

OnLive hatte 40 Millionen US-Dollar Schulden

Perlman war ursprünglich Hauptanteilseigner des alten OnLive-Unternehmens. Doch durch die Abtretung zu Gunsten der Gläubiger wurden die OnLive-Aktien mit einem Schlag wertlos. Sein Rücktritt ist den Gerüchten zufolge auf das Drängen der OnLive-Mitarbeiter erfolgt, die nur in das neue Unternehmen wechseln wollten, wenn Perlman geht.

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