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Raubkopierer muss in Anti-Piraterie-Film mitspielen

27.11.2015 | 18:15 Uhr |

Da er seine auferlegte Strafe nicht zahlen kann, muss ein tschechischer Raubkopierer in einem Anti-Piraterie-Film mitwirken.

Der 30-jährige Tscheche Jakub F war jahrelang als Raubkopierer im Internet unterwegs. Er teilte unter anderem illegale Download-Links für Microsofts Windows auf File-Sharing-Portalen. Die Business Software Alliance (BSA) kam Jakub auf die Schliche und stellte den Raubkopierer vor Gericht. Jakub verlor das Verfahren im September und wurde zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt. Er musste außerdem sein komplettes PC-Equipment abgeben.

Aufgrund des verlorenen Rechtsstreits machten auch Unternehmen wie Microsoft, HBO, Sony Music und Twentieth Century Fox ihre Forderungen geltend. Laut deren Schätzungen habe Jakub einen Schaden in Höhe von 373.000 US-Dollar verursacht. Das Gericht sah die horrenden Forderungen als nicht ganz so eindeutig an und vereinbarte mit den Parteien eine „alternative Strafe“.

6 Jahre Haft für den Vertrieb von Windows-Raubkopien und Steuerhinterziehung

Jakub F erklärte sich einverstanden, in einem Anti-Piraterie-Film der PSA mitzuspielen. Der Streifen soll sein Leben als Software-Pirat zeigen und andere Jugendliche davon abhalten, in Jakubs Fußstapfen zu treten. Sollte „The Story of My Piracy“ bei YouTube mehr als 200.000 Klicks bekommen, werden die finanziellen Forderungen gegen Jakub fallengelassen – so die Forderung des Gerichts. Jakub darf nun aufatmen, denn der Clip zählt mittlerweile fast 500.000 Aufrufe. Somit sieht sich der Raubkopierer nur mit drei Jahren auf Bewährung konfrontiert. Seine Hardware muss er aber trotzdem abgeben.

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