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Ubisoft greift PC-Spieler an

25.11.2011 | 19:01 Uhr |

Der Spielepublisher Ubisoft unterstellt den Computerspielern, durch Raubkopier-Aktionen selbst für die bevorzugte Veröffentlichung auf Konsolen verantwortlich zu sein.

Stanislas Mettra, der bei Publisher Ubisoft  für die Entwicklung des Actionspiels I Am Alive verantwortlich ist, hat zu den Vorwürfen der PC-Spieler Stellung bezogen, die auch eine Umsetzung für Computer fordern. Dabei unterstellt er den PC-Zockern, dass sie in einem gewissen Maße die Verantwortung dafür mittragen müssten, dass sich Ubisoft eher vom PC abwendet. Es gäbe gerade hier deutlich mehr Schwarzkopien als auf anderen Plattformen. Zwar würde eine Umsetzung lediglich ein zwölf Mann starken Team voraussetzen. Diese Entwickler müssten jedoch drei Monate lang finanziert werden können, hierfür wären mindestens 50.000 Verkäufe von I Am Alive nötig.

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Der ebenfalls bei Ubisoft beschäftigte Produzent von Ghost Recon: Future Solider, Sébastien Arnoult, macht ebenfalls die PC-Spieler für die derzeitige Bevorzugung der Konsolen  verantwortlich. Ein Großteil der Spieler würde sich die jeweiligen Titel illegal bei Torrent-Seiten beschaffen. Entsprechend würde man die Konsolenspieler bevorzugen, die gern 60 Euro für ein hollywoodreifes Spielerlebnis ausgeben würden. Auf dem PC müsste man sich als Publisher entsprechend der Nachfrage anpassen.

In einem zweiten Interview rudert Stanislas Mettra allerdings zurück. Man wäre sehr wohl an einer PC-Umsetzung von I Am Alive interessiert. Das Missverständnis sei lediglich auf Übersetzungsfehler zurückzuführen.

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