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Raubkopierer: Probesitzen im Knast

30.11.2004 | 12:12 Uhr |

Im Rahmen der Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" konnten Anwender auf der "Knast-Tour" probeweise für fünf Minuten Gefängnisluft schnuppern.

Die Filmindustrie zieht die Daumenschrauben an. Um den Anwendern plastisch zu vermitteln, dass Raubkopieren kein Kavalliersdelikt ist, war die Filmindustrie in den vergangenen Wochen mit einer mobilen Gefängniszelle auf Tour. Passanten konnten sich für fünf Minuten in die nachgebaute Gefängniszelle sperren lassen, um sich in die Situation eines verurteilten Raubkopierers zu versetzen. Außerdem wurden Info-Flyer zur Kampagne verteilt und Kino-Freikarten verlost.

„Ziel von „Knast on Tour“ ist es, noch direkter mit den Leuten in Kontakt zu treten und über die Problematik der Filmraubkopien zu informieren“, so die Agentur Edelman Hamburg, die das mobile Gefängnis durch die Republik karrt. Anders als bei früheren Aktionen, bei denen vor allem Schulen angesteuert wurden, stehen diesmal öffentliche Plätze auf dem Programm.

Die Kampagne „Raubkopierer sind Verbrecher“ feiert übrigens dieser Tage ihr einjähriges Jubiläum. Dass die Aktion Wirkung zeigt, belege eine Studie der GfK („Brennerstudie 3“): Demnach wissen heute knapp zwei Drittel der Kernzielgruppe der bis 29-Jährigen, dass es ein neues Urheberrecht gibt und knapp 38 Prozent der Befragten gaben an, dass die Kampagne bei Ihnen zumindest teilweise ein Umdenken angeregt hat.

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