21.10.2011, 18:02

Michael Söldner

Raubkopierer

Hacker finden neue Sicherheitslücke auf Sonys PS3

©sony.com

Hacker haben eine neue Lücke in der Systemsoftware der PlayStation 3 aufgespürt, mit der die Kopierschutzmechanismen von Spielen umgangen werden können.
Sony sieht sich erneut mit einer Schwachstelle auf der Spielekonsole PlayStation 3 konfrontiert. Hackern soll es gelungen sein, die Sicherheitsmechanismen der PS3 auszuhebeln und mithilfe eines USB-Sticks kopierte Videospiele zu starten. Der hierzu notwendige USB-Datenträger namens JailBreak2 (kurz JB2) sei in Indonesien bereits erhältlich. Sobald dieser in die Konsole eingesteckt wird, lassen sich die Kopierschutz-Vorkehrungen von Sony umgehen und auf die Festplatte kopierte Spiele starten.

Spiele, die vor der gegen Raubkopierer gerichteten Firmware in der Version 3.60 veröffentlicht wurden, können mit dem JB2 direkt von der Festplatte gestartet werden. Neuere Spiele laufen hingegen nur mit einem kopierten Blu-ray-Datenträger. Dieser Umstand erschwert Datenpiraten zwar auf der einen Seite den Einsatz von Schwarzkopien, könnte jedoch künftig auch für einen Markt für kopierte PS3-Disks sorgen.
Welche Arten von Hackern gibt es?

Die weltweite Verbreitung des JB2-Sticks soll voraussichtlich schon in naher Zukunft erfolgen. Bislang basiert die Existenz eines neuen JailBreaks für die PlayStation 3 allerdings noch auf Spekulation aus unterschiedlichen Quellen.

Bereits Anfang 2011 konnte eine Hackergruppierung den Sicherheitsschlüssel der PlayStation 3 knacken. Mit einem zeitnah veröffentlichten Firmware-Update ließ sich die weitere Verbreitung durch Sony allerdings eindämmen.
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