94972

Raubkopien und Handelsbarrieren: USA üben Druck auf China aus

30.10.2003 | 12:37 Uhr |

Bei einem Spitzentreffen zwischen dem "US Secretary of Commerce", Donald Evans, und Spitzen der Regierung in China übten die USA Druck auf den Handelspartner aus. Hauptstreitpunkt waren Handelsbarrieren und die hohe Raubkopienrate.

Bei einem Spitzentreffen zwischen dem "US Secretary of Commerce", Donald Evans, und Spitzen der Regierung in China übten die USA Druck auf den Handelspartner aus. Hauptstreitpunkt waren Handelsbarrieren und die hohe Raubkopienrate.

Der US-Vertreter wollte bei seiner viertägigen Reise vor allem die Sorgen der US-Industrie zu Ausdruck bringen und erreichen, dass diese einen besseren Zugang zum chinesischen Binnenmarkt erlangen.

China ist mittlerweile zu einem äußerst interessanten Markt geworden. Das Land ist der viertgrößte Handelspartner der USA, der bilaterale Handel hat Angaben der US-Regierung zufolge in 2002 ein Volumen von 147 Milliarden Dollar erreicht, wobei das Verhältnis zwischen Importen aus und Exporten nach China 5 zu 1 beträgt.

Diesen Zahlen widersprach die chinesische Regierung. Demnach betrage das Handelsvolumen knapp 97 Milliarden Dollar und das Defizit sei niedriger, als die US-Regierung angebe.

Ein großes Thema des Treffens war die hohe Raubkopierate in China. "Eines der besonderen Themen, auf das wir uns hier konzentriert haben, war der Schutz der Urheberrechte", erklärte Evans auf einer Pressekonferenz in Peking. "Es gibt zu viele Urheberrechtsverletzungen, zu viele Fälschungen, zu viel Diebstahl."

Evans zitierte Daten der Business Software Alliance, demnach 92 Prozent aller in China eingesetzten Software-Produkte Raubkopien seien. "Das ist nicht fair gegenüber amerikanischen Arbeitern", so Evans.

0 Kommentare zu diesem Artikel
94972