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Raubkopien in Auktionen

Online-Auktionshäuser stehen erneut in der Kritik. Bei mehr als 90 Prozent der online angebotenen Softwaretitel soll es sich um Raubkopien handeln. Untersucht wurden die Angebote von eBay, Yahoo, Amazon.com und FairMarket.

Online-Auktionshäuser stehen erneut in der Kritik. Nach einer Studie des US-Branchenverbandes Software and Information Industry Association (SIIA) soll es sich bei mehr als 90 Prozent der online angebotenen Softwaretitel um Raubkopien handeln.

Untersucht wurden die Angebote von eBay, Yahoo, Amazon.com und FairMarket. Die SIIA-Fahnder untersuchten mehr als 1300 Software-Auktionen im Zeitraum von 31. März bis 3. April. Nur 138 davon waren legale Angebote - eine erschreckend niedrige Zahl. Hinweise auf ein illegales Angebot seien Ausdrücke wie "Backup", "CD-R" oder "OEM". Auch ein sehr günstiger Preis für Neuware sei oft ein deutliches Zeichen für eine Raubkopie. So fanden die Software-Fahnder Adobes Photoshop 5.5 für 13 Dollar. Adobe verkauft das Programm auf der Homepage für 609 Dollar.

Immer wieder gerieten Online-Auktionshäuser in der Vergangenheit in die Schlagzeilen. So versuchten schon mehrere Benutzer, Organe online zu versteigern. Die Auktionshäuser entfernten die Angebote sofort nach deren Bekanntwerden von der Homepage. (PC-WELT, 19.04.2000, hr)

Link zur SIIA-Studie

Unis voll von Software-Piraten (PC-WELT, 14.04.2000)

Yahoo vor Gericht (PC-WELT, 12.04.2000)

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