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Ubisoft verklagt Spiele-DVD-Hersteller

07.08.2008 | 14:17 Uhr |

Raubkopien von Videospielen sorgen für geringere Umsätze, gerade dann, wenn eine Raubkopie schon lange vor dem Erscheinen des Spiels im Internet landet. So geschehen bei der PC-Version von Assassin´s Creed des Publishers Ubisoft. Dieser hat nun ein Unternehmen verklagt, dass für den Schaden verantwortlich sein soll.

Wie die US-Gamersite Gamespot.com berichtet, hat der Publisher Ubisoft eine Klage gegen das US-Unternehmen Optical Experts Manufacturing (OEM) in North Carolina eingereicht. Optical Experts Manufacturing war von Ubisoft mit der Vervielfältigung der PC-Fassung des Spiels Assassins Creed beauftragt.

Nach Ansicht von Ubisoft ist OEM dafür verantwortlich, dass das Spiel bereits Ende Februar und damit sechs Wochen vor dem offiziellen Erscheinungstermin im Internet als illegale Version auftauchte. OEM soll einem Mitarbeiter gestattet beziehungsweise zugelassen haben, eine Kopie des Spiels nach Hause zu nehmen. Ubisoft wirft OEM vor, dies nicht verhindert zu haben, wozu es eigentlich vertraglich verpflichtet gewesen wäre.

Weiterer Knackpunkt: Ubisoft sieht auch seine Reputation durch die Verbreitung des Spiels gefährdet. So sei aus Sicherheitsgründen ein Bug in die Vorabversionen des Spiels integriert worden, der dafür sorgen sollte, dass das Spiel abstürzte. In der Verkaufsversion wurde dieser Bug dann wieder entfernt. Dadurch, dass im Internet allerdings die illegale Version inklusive Bug verbreitet wurde, gab es viele negative Berichte über Assassin´s Creed.

Laut Angaben von Ubisoft soll das Spiel insgesamt 700.000 Mal illegal heruntergeladen worden sein. Das soll für einen Schaden in Millionenhöhe gesorgt haben.Unterm Strich fordert Ubisoft von OEM einen Schadensersatz in Höhe von 10 Millionen US-Dollar für jede Verpflichtung, die OEM im Vertrag mit Ubisoft gebrochen hat.

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