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Raubkopie-Vernichtungsaktion zum Start der Games Convention

16.08.2004 | 12:32 Uhr |

Zum Start der Spielemesse Games Convention in Leipzig will der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) Raubkopien im Wert von 140.000 Euro vernichten.

Um das Ausmaß der illegalen Kopien von Computerspielen zu verdeutlichen, wirft der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) am 18. August in einer gemeinsamen Aktion den Häcksler an.

Vor der Eröffnungspressekonferenz der Games Convention sollen auf diese Weise 20.000 Spiele-Raubkopien aus Beschlagnahmebeständen der GVU vernichtet werden. Den Schwarzmarktwert gibt der Verband mit 140.000 Euro an.

Laut VUD und GVU wurden im Jahr 2003 54 Millionen Datenträger mit Kopien von PC- und Konsolenspielen verwendet. Die Vereinigungen beziehen sich dabei auf Datenmaterial der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Daraus ergebe sich eine "Tagesleistung" von 148.000 Kopien beziehungsweise einer Stundenproduktion von rund 6500 Stück, so der VUD. Laut Verband ergebe sich dadurch für die Spiele-Industrie ein Umsatzverlust von zirka 400 Millionen Euro.

"Die GC ist für die GVU ein ideales Forum, um auf die Problematik insgesamt, die Gesetzeslage und die Auswirkungen für Raubkopierer zu informieren", ergänzt Jochen Tielke, Geschäftsführer der GVU. "Unsere Arbeit beschränkt sich aber nicht nur darauf, Straftäter zu überführen", erklärt Tielke, "Ziel unser Aufklärungsarbeit ist es vielmehr, Straftaten schon im Vorfeld zu verhindern." Auf der Games Convention wollen der VUD und die GVU zu diesem Zweck den Dialog mit der Industrie, den Medien und vor allem den Konsumenten suchen.

Die Aktion findet um 8:45 Uhr vor dem Presseeingang der Leipziger Messe statt.

Studie: Jede Dritte Software in Deutschland eine Raubkopie (PC-WELT Online, 07.07.2004)

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