Rau gegen radikales Internet

Mittwoch, 17.01.2001 | 17:21 von Eric Bonner
Bei einem Treffen mit der Initiative "Fairlink" im Berliner Schloss Bellevue hat Bundespräsident Johannes Rau die Internet-Anbieter aufgerufen, gegen die Verbreitung extremistischer und menschenverachtender Inhalte vorzugehen.
Bei einem Treffen mit der Initiative "Fairlink" im Berliner Schloss Bellevue hat Bundespräsident Johannes Rau die Internet-Anbieter aufgerufen, gegen die Verbreitung extremistischer und menschenverachtender Inhalte vorzugehen.

Im weltweiten Datennetz dürfe es keinen Platz für Rassismus und Antisemitismus geben, sagte Rau am Mittwoch. Er nannte es bedrückend, welche Inhalte von seriösen Internetanbietern weltweit verbreitet werden. Das Internet sei dadurch auch ein Nährboden für politisch motivierte Gewalttaten gegen ausländische und jüdische Mitbürger, gegen Menschen anderer Hautfarbe, gegen Behinderte und Obdachlose.

Nach Raus Worten ist es notwendig, zum Schutz von Menschenwürde, Menschenrechten und Grundrechten einen Rahmen zu schaffen, der für die Nutzung der modernen Informations- und Kommunikationstechniken Grenzen setzt. Die Möglichkeiten des Internets müssten gesichert und zugleich müsse dessen Missbrauch wirksam verhindert werden.

Kinder und Jugendliche müssten in prägenden Entwicklungsphasen vor menschenverachtenden Internetangeboten geschützt werden. Für junge Menschen sei das weltweite Datennetz ein elementarer Bestandteil ihrer Erlebnis-, Gestaltungs- und Informationswelt.

Rau begrüßte es, dass mit der Aktion "Fairlink" die Jugendlichen an der Diskussion über den Umgang mit gefährlichen Internet-Inhalten beteiligt werden. (PC-WELT, 17.01.2001, dpa/ eb)

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Mittwoch, 17.01.2001 | 17:21 von Eric Bonner
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