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Rapidshare vs. GEMA: Rapidshare geht in die Berufung

28.03.2007 | 12:05 Uhr |

Rapidshare hat gegenüber der PC-WELT in einem Telefon-Interview angekündigt, gegen die Entscheidung des Landgerichts Köln in die Berufung gehen zu wollen. Damit geht die Auseinandersetzung mit der GEMA in eine neue Runde.

Das Landgericht Köln hatte die einstweiligen Verfügungen der GEMA gegen Rapidshare bestätigt ( wir berichteten ). Bobby Chang, Geschäftsführer des Schweizer Webhosters, betonte in einem Telefon-Interview mit der PC-WELT, dass sowohl bei Rapidshare.com als auch bei Rapidshare.de ein Filter eingesetzt werde. Sobald eine Datei mit urheberrechtlich geschütztem Inhalt gemeldet wird, werde diese umgehend gelöscht und in den Filter aufgenommen.

Der Filter sorgt dafür, dass ein und dieselbe Datei nicht erneut von anderen Anwendern über Rapidshare verbreitet werde kann. Dabei kommt, wie Chang erläutert, eine Hash-Methode zum Einsatz. Wird die entsprechende Datei also neu gepackt oder etwas verändert, dann ist der Filter nicht in der Lage, sie zu erkennen. Die betreffende Datei muss dann also erneut gemeldet werden, bevor sie gelöscht und in den Filter aufgenommen werden kann.

Der Konflikt mit der GEMA scheint deshalb ausgebrochen zu sein, weil es laut Angaben von Chang einen Fall gab, bei dem die GEMA eine bedenkliche Datei bei Rapidshare.com gemeldet hatte und die aber bei Rapidshare.de gehostet war. Rapidshare.com und Rapidshare.de nutzen zwar dieselbe Filter-Technologie, aber unterschiedliche Filter. Die betreffende Datei war bei Rapidshare.com bereits auf dem Filter und erst nachdem sie bei Rapidshare.de gemeldet wurde, wurde sie gelöscht und kam auch dort auf den Filter.

„Wir werden nach Kenntnisnahme sofort aktiv“, betonte Chang gegenüber der PC-WELT und erfülle damit auch alle gesetzlichen Anforderungen. Daher will man jetzt auch gegen die Entscheidung des Landgerichts Köln in Berufung gehen.

Bereits im Januar hatte Chang gegenüber der PC-WELT folgendes gesagt: "Das Gericht verbietet uns, Musikwerke öffentlich zugänglich zu machen – dabei findet eine solche öffentliche Zugänglichmachung durch uns überhaupt nicht statt.“

Auch in dem jetzt mit uns durchgeführten Gespräch betonte Chang, dass Rapidshare überwiegend von Privatanwendern und auch zu geschäftlichen Zwecken genutzt werde, um Zugriff auf persönliche Dateien zu erhalten.

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