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Ransomeware bringt Pädophilen zur Selbstanzeige

29.07.2013 | 17:06 Uhr |

Ein Computer-Virus hat einen 21-jährigen US-Amerikaner dazu gebracht, seine Kinderporno-Sammlung der Polizei zu übergeben.

So genannte Ransomeware ist ein beliebtes Mittel, um arglose Internet-Nutzer zur Kasse zu bitten. Dabei wird der PC meist unbemerkt infiziert und zeigt wenig später eine Warnung an, dass auf dem Rechner des Nutzers beispielsweise kinderpornografische Bilder oder Raubkopien gefunden wurden. Um einer härteren Strafe zu entgegen, werden die Opfer aufgefordert, eine bestimmte Geldsumme über eine eigens eingerichtete Website zu zahlen. Ein bekanntes Beispiel ist hierzulande der so genannte BKA-Trojaner .

Auch in den USA ist Ransomeware bei Malware-Versendern beliebt. Ein entsprechender Virus führte in Washington DC kürzlich sogar dazu, dass sich ein Pädophiler der Polizei stellte, da er durch die Ransomeware-Meldung glaubte, tatsächlich von den Behörden erwischt worden zu sein. So spazierte der 21-jährige Jay Matthew Riley Anfang Juli in eine Polizeistation in Woodbridge,Virginia. Riley hatte seinen PC mitgebracht und wollte sich erkundigen, ob gegen ihn ein Haftbefehl wegen des Besitzes von kinderpornografischen Inhalten vorliege. Eine entsprechende Mitteilung sei auf seinem Computer aufgetaucht.

Der Aufstieg der Erpresser-Malware

Als die Beamten den PC des jungen Mannes unter die Lupe nahmen, wurden sie tatsächlich fündig. Mehrere anzügliche Nachrichten und Fotos von minderjährigen Mädchen fanden sich auf der Festplatte. Die Polizei durchsuchte im Zuge der Ermittlungen auch die Wohnung des jungen Mannes. Wie sich herausstellte, war Riley einem Ransomeware-Virus auf den Leim gegangen. Auf seinem PC erschien ein Pop-Up, nach dem auf der Festplatte Kinderpornos gefunden wurden. Anstelle die „Strafe“ zu zahlen, hatte sich der junge Mann kurzerhand den Behörden gestellt.

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