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Rambus langsamer als DDR

Die ersten Rambus-basieren Chipsätze erfüllen die Erwartunge

Die ersten Rambus-basieren Chipsätze erfüllen die Erwartungen nicht. Wie die Händlerzeitschrift Computer Reseller News berichtet, war DDR-Speicher in Tests im Schnitt um fast ein Viertel schneller als das viel gepriesene Rambus-DRAM.

Die Tests wurden von Forschern des Inquest-Instituts und dem US-Hersteller Micron durchgeführt. Die Ergebnisse variierten je nach Anwendung - teilweise lag der Leistungsvorsprung des 266-MHz-DDR-RAMs vor dem 800-MHz-Rambus-Speicher jedoch bei über 34 Prozent.

Hinzu kommt, daß es sich bei den DDR-Modulen nicht um serienreife Chips, sondern um Laborware - sogenanntes First Silicon - handelte, schreibt das Blatt. Und dieses wird bis zur Freigabe zur Produktion noch weiter optimiert. Im Test lief der Speicher aber bereits stabil - selbst bei voller Taktung (266 MHz).

Die 800-MHz-Rambus-Module stammten von der südkoeanischen Firma Samsung, die gerade für ihre Qualität bekannt ist. Es ist daher unwahrscheinlich, daß im Test minderwertige RIMMs verwendet wurden.

Sollte Rambus, wie die ersten Tests nahelegen, wirklich langsamer als DDR-DRAM sein, gäbe es keinen Grund, den hohen Preis für den neuen Speicher zu bezahlen. Ein 128-MB-Modul der 800-MHz-Version kostet zur Zeit etwa 2000 Mark. Ein DDR-Modul mit gleicher Kapazität und 266 MHz Takt soll - sobald es verfügbar ist - nicht mehr als 1000 Mark kosten.

Samsung stoppt Rambus-DRAM (PC-WELT online, 1.10.99)

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Neue Intel-Strategie: Rambus-Chipsatz zur Comdex? (PC-WELT online, 3.11.99)

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RAM-Ticker

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