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Radarpistole erwischt Simser hinterm Steuer

23.09.2014 | 15:47 Uhr |

Das lebensgefährliche Schreiben von Kurznachrichten auf dem Handy hinter dem Lenkrad eines Autos könnte bald der Vergangenheit angehören. Wenn die Polizei eine neu entwickelte Radarpistole von Comsonics verwendet, mit der man gezielt verantwortungslose Simser ertappen kann.

Die im US-Bundesstaat Virgina beheimatete Firma Comsonics will bald eine Radarpistole auf den Markt bringen, mit der die Polizei Autofahrer identifizieren kann, die während der Fahrt auf ihrem Handy oder Smartphone Kurznachrichten schreiben. Das berichtet das amerikanische Weblog Pilotonline.com.

Das Gerät könne die Funkfrequenzen identifizieren, die von einem vorbei fahrenden Fahrzeug ausgehen, wenn darin ein Smartphone sendet, erklärt Malcolm McIntyre von ComSonics. Eine ähnliche Methode würden Netzwerktechniker und Elektriker verwenden, um beschädigte Kabel aufzuspüren.

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Wichtig dabei ist: Textnachrichten (SMS), Telefonanrufe und Internetdatenverkehr verursachen beziehungsweise verwenden unterschiedliche Frequenzen. Anhand dieser Unterschiede kann die Radarpistole von Comsonics genau anzeigen, was im Inneren des PKWs passiert. Ob also telefoniert, gemailt oder eben Textnachrichten getippt werden. Das ist speziell in den USA wichtig, weil dort von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedliche Verkehrsbestimmungen gelten. Im US-Bundesstaat Virgina zum Beispiel ist nur das Simsen am Lenker verboten, nicht aber das Telefonieren.

ComSonics bietet bereits eine Vielzahl von Überwachungsgeräten und Sniffern an. Unter anderem auch für die Geschwindigkeitsüberwachung. Die SMS-Überwachungs-Radarpistole wird aber ComSonics neuestes Produkt werden. ComSonics stehe damit kurz vor der Serienproduktion.

Einige Fragen sind noch zu klären

Vor der Zulassung müssten aber noch Datenschutzbedenken ausgeräumt werden. Zudem müsse sichergestellt werden, dass die Radarpistole keine Verwechslungen produziert: Sie muss also zum Beispiel unterscheiden können, ob der Beifahrer oder der Fahrer simst.

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