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Rabatt-Coupons selbst drucken

01.03.2001 | 17:33 Uhr |

Zwei Abiturienten aus Starnberg wollen mit einem neuen Rabattsystem die Jagd nach Sonderangeboten im Internet zum Volkssport machen. "Coupon-Shopping", heißt das Billig-Einkauf-Angebot des jungen Unternehmens, das heute an den Start gegangen ist. Für Schnäppchenjäger sollen nun goldene Zeiten anbrechen.

Zwei Abiturienten aus Starnberg wollen mit einem neuen Rabattsystem die Jagd nach Sonderangeboten im Internet zum Volkssport machen. "Coupon-Shopping", heißt das Billig-Einkauf-Angebot des jungen Unternehmens, das heute an den Start gegangen ist. Für Schnäppchenjäger sollen nun goldene Zeiten anbrechen.

"Es ist ganz einfach: Auf unserer Homepage kann sich jeder kostenlos Coupons von verbilligten Produkten herunterladen und bei unseren Online-Partnern einlösen", meint Michael Timmermann, Geschäftsführer von raba.tt. Die Kunden könnten die Coupons auch ausdrucken, ausschneiden und damit dann im Geschäft einkaufen.

Die Idee kam Timmermann (19) und seinem Freund Axel Landschoof (20) während eines Schüleraustauschs in Amerika. In den USA seien jung und alt seit Jahrzehnten im Coupon-Shopping-Fieber - früher offline, heute verstärkt im Internet. raba.tt sei im Grunde genommen ein alter Hut, könne aber schon bald die Einkaufskultur in Deutschland revolutionieren, meint Timmermann.

Zunächst muss aber das fast 70 Jahre alte Rabattgesetz fallen, das bei kleineren Warenmengen bisher nur Preisnachlässe bis drei Prozent erlaubt. Die Weichen sind gestellt: Auf Drängen der Europäischen Union hat die Bundesregierung ein Gesetz zur Abschaffung der Preisbindung ausgearbeitet. Alle Parteien haben grünes Licht signalisiert. Es ist nur noch eine Frage von wenigen Monaten, bis der Weg für das Internet-Coupon-Shopping endgültig frei ist.

Bis dahin wollen die Abiturienten ihr Angebot erst einmal in einer Light-Version auf den Weg bringen. Nach dem endgültigen Ende des Rabattgesetzes sollen die Preise weiter purzeln. Ob Turnschuhe, Computer, CDs, oder Waschmittel - wer Coupons des jeweiligen Händlers im Internet ergattert, erhält nach Auskunft der raba.tt-Macher Preisnachlässe bis zu 80 Prozent.

Die deutschen raba.tt-Pioniere haben nach eigenen Angaben bisher Provisions-Verträge mit mehr als 25 Online- und 15 Offline-Partnern geschlossen. Darunter sind unter anderem internationale Restaurantketten wie Pizza Hut und Kentucky Fried Chicken sowie Online-Shops wie Softwareladen.de, dressforless.de und iSport.de. (PC-WELT, 01.03.2001, dpa/ mp)

www.raba.tt

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