17.01.2013, 15:30

Benjamin Schischka

Fernsehen

RTL verabschiedet sich von DVB-T

Fernseher bleibt schwarz ©istockphoto.com/Lisa-Blue

Die RTL-Sendergruppe will schon bald ihre Ausstrahlung via DVB-T in Deutschland einstellen. München und Berlin fallen dem Schnitt früher zum Opfer als andere.
RTL soll nicht mehr via DVB-T empfangen werden können. Man "sehe keine Möglichkeit für die Fortführung der Terrestrik auf Basis von DVB-T in Deutschland", zitiert wuv.de einen Sprecher der Sendergruppe. Ab dem 1. Juni 2013 soll im Großraum München Schluss sein. Spätestens 2014 soll es auch im Rest von Deutschland keine DVB-T-Übertragungen von RTL mehr geben. Ende des Jahres soll n-tv über DVB-T nicht mehr in Berlin zu sehen sein.
Zur Sendergruppe gehören neben RTL auch SuperRTL, RTL II und Vox. In Deutschland sollen etwa 1,17 Millionen Haushalte betroffen sein, vor allem in den Ballungsräumen werde DVB-T häufiger genutzt. Bei der Sendergruppe habe man sich gegen DVB-T entschieden, sagt wuv.de, weil man zu wenig politische Planungssicherheit und mit DVB-T kein belastbares Geschäftsmodell habe. Die Frequenzen für DVB-T würden Begehrlichkeiten bei Mobilfunkanbietern wecken und stünden deshalb auf längere Sicht nicht sicher zur Verfügung. Gegenüber wuv.de soll Marc Schröder, der Geschäftsführer von RTL Interactive und Mitglied der Geschäftsleitung der Mediengruppe RTL Deutschland, bezweifelt haben, dass sich Investitionen in das leistungsstärkere DVB-T2 lohnen würden. Dafür böten Bund und Länder zu wenig Sicherheit, dass die Frequenzen weiterhin für den Rundfunk verbleiben.
Außerdem sei DVB-T für RTL nicht rentabel. 95,8 Prozent des Marktanteils käme über Kabel, Satellit und IPTV. Die Kosten seien zudem zu hoch, die Bandbreite zu gering. Der Übertragungsweg sei 30mal so teuer wie bei Satellit, heißt es.

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