211054

Zunehmende Cyber-Kriminalität untergräbt Vertrauen in Social Networking

Die Sicherheitsbedenken der Internetnutzer wachsen. Zunehmend sorgen sich die Anwender um die Sicherheit ihrer Daten in sozialen Netzwerken und beim Online-Banking.

RSA, The Security Division of EMC, hat kürzlich die Ergebnisse des „ RSA 2010 Global Online Consumer Security Survey “ veröffentlicht. Die Studie gibt Einblick in Ansichten und die zunehmenden Besorgnisse von Menschen in Bezug auf die Sicherheit ihrer persönlichen Daten in sozialen Netzwerken sowie bei Online-Transaktionen mit Banken, Versicherungen oder Behörden. Die Studie dokumentiert außerdem ein wachsendes Bewusstsein für die Bedrohungen, die sich durch Trojaner, Phishing andere Spyware-Attacken auftun. Dies führt dazu, dass Internet-Nutzer in Zukunft eher zurückhaltend mit der Bereitstellung persönlicher Informationen im Internet umgehen wollen. Zudem besteht erhöhte Bereitschaft, strengere Sicherheitsvorkehrungen zu akzeptieren und einzusetzen. Befragt wurden mehr als 4.500 aktive Internet-Nutzer aus 22 Ländern in Europa, Amerika und Asien.

Zwar melden sich jeden Tag hunderttausende Menschen in sozialen Online-Netzwerken an, 65 Prozent (in Deutschland: 56 Prozent) der von RSA befragten aktiven Online-Netzwerk-Nutzer sagen jedoch, dass sie aufgrund von Sicherheitsbedenken künftig eher weniger Informationen in Online-Communities einbringen wollen.

Soziale Netzwerke rücken aufgrund ihrer globalen Erreichbarkeit und der hohen Nutzungsfrequenz verstärkt ins Visier von Cyber-Kriminellen, die auf den Diebstahl und Missbrauch persönlicher Daten aus sind. Die Beunruhigung der Nutzer nimmt dementsprechend zu: 81 Prozent der Befragten äußern Bedenken in Bezug auf die Sicherheit ihrer persönlichen Daten.

Das Bewusstsein der Internet-Nutzer für diese Bedrohungen ist groß: Knapp 90 Prozent der Befragten in Deutschland sind besorgt über mögliche Attacken eines Trojaners oder anderer Schadsoftware, knapp die Hälfte (47,47 Prozent) war tatsächlich schon mal Opfer einer Trojaner-Attacke. Folglich wünschen sich auch immer mehr Nutzer leistungsfähigere Sicherheitsvorkehrungen.

Bank- und Gesundheitsdaten schützen

Immer mehr Menschen nutzen das Internet nicht nur zur sozialen Vernetzung mit Freunden und Familie, sondern auch zur Erledigung von Geschäftsvorgängen und behördlichen Angelegenheiten. Auch in diesen Bereichen sind die Sicherheitsbedenken der Befragten hoch. So machen sich 86 Prozent Sorgen über die Sicherheit ihrer persönlichen Daten in vernetzten Banksystemen. Bei der Nutzung von Online-Gesundheitsportalen mit Zugang zu vertraulichen Patientendaten wie Krankengeschichte oder Untersuchungsbefunden sind 64 Prozent der Befragten beunruhigt. Im Bereich der Online-Services der öffentlichen Verwaltung machen sich 68 Prozent der Studienteilnehmer Sorgen um die Sicherheit ihrer Daten. Folge dieser Bedenken ist die Tatsache, dass über die Hälfte der Befragten solche Angebote in Zukunft eher weniger nutzen will, um persönliche Informationen bereitzustellen oder mit den Anbietern zu interagieren.

Um die bequemen Services in Zukunft dennoch sicher nutzen zu können, verlangen die Anwender Sicherheitsmaßnahmen, die über die Abfrage von Username und Passwort hinausgehen. 90 Prozent der Befragten würden schärfere Sicherheitsvorkehrungen nutzen, wenn diese angeboten würden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
211054