RIM und Quanta

Schlechter Playbook-Verkauf führt zu Entlassungen

Mittwoch den 21.09.2011 um 14:46 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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Das Playbook von RIM soll eigentlich dem Apple iPad Konkurrenz machen. Doch es verkauft sich schlecht. Jetzt muss der Produzent Mitarbeiter entlassen.
RIM (Research in Motion, bekannt durch seine Blackberry-Handys) stellte mit dem Playbook einen potenziellen iPad-Konkurrenten vor. Doch dem Playbook erging es wie allen anderen Möchtegern-iPad-Killern (also den Android-Tablets und dem WebOS Touchpad): Niemand kaufte es. Naja, fast niemand.

In jedem Fall sind die Verkaufszahlen des Playbooks so mies, dass sich das taiwanische Unternehmen, das für RIM das Playbook fertigt, gezwungen sieht, 1000 Mitarbeiter zu entlassen. Die Rede ist von Quanta Computers. Quanta ist eines der Unternehmen, die kein Mensch kennt, deren Produkte aber viele benutzen. Weil Quanta für andere, bekanntere Firmen produziert. Quanta Computers ist also ein OEM-Produzent, der vor allem Notebooks fertigt. Unter anderem für HP und Dell.

Quanta fährt nun die Produktion des RIM Playbooks in seiner Fabrik im Norden von Taiwan runter. Weil die Bestellungen massiv zurück gegangen seien, wie der Branchendienst Digitimes berichtet . Dadurch würden 1000 Stellen wegfallen. Quanta bestätigte allerdings nur die Entlassungen, nicht aber den Grund dafür und welcher Kunde der Auslöser sei. Zum Start des Playbooks hatte Quanta drei neue Produktionslinien eingeführt und daran 2000 Menschen beschäftigt.

RIM hatte im April 2011 mit dem Verkauf von vier bis fünf Millionen Playbooks für das Jahr 2011 kalkuliert. Doch in der ersten Jahreshälfte 2011 verkaufte RIM weniger als 800.000 Stück. Im dritten Quartal 2011 fiel der monatliche Absatz auf um die 100.000 Playbooks. Dementsprechend orderte RIM deutlich weniger Geräte von Quanta.
 

Mittwoch den 21.09.2011 um 14:46 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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