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RIM steigert auch im 3. Quartal Umsatz und Gewinn

04.04.2006 | 17:27 Uhr |

Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) konnte trotz aller Streitigkeiten im Patentverfahren mit NTP ein erfolgreiches drittes Geschäftsquartal hinlegen, nachdem bereits im vorherigen Quartal ausgezeichnete Zahlen vorgelegt werden konnten.



Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent auf 560,6 Millionen US-Dollar gesteigert, wobei der Verkauf von 1,1 Millionen Handhelds mit 70 Prozent den Großteil der Umsätze ausmachte. Daneben konnte RIM auch durch Serviceleistungen (19%) und die Lizenzvergabe von Software (7%) ein zufrieden stellendes Umsatzergebnis erzielen. Zudem konnten in den vergangenen drei Monaten 645.000 neue Abonnenten hinzugewonnen werden, sodass die Zahl der Blackberry-Kunden auf nunmehr insgesamt 4,3 Millionen angestiegen ist. Neben dem Umsatz konnte RIM auch den Nettogewinn nach US-GAAP steigern: von 90,4 Millionen US-Dollar in 2004 auf 120,1 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2005.

Co-CEO Jim Balsillie ist sichtlich mit dem Erfolg zufrieden: ?Das dritte Quartal war ein wichtiger Zeitraum für RIM, in dem wir den BlackBerry-Dienst in zahlreichen weiteren Ländern anbieten konnten und eine beeindruckende Palette neuer Handsets, Software und Services vorstellten, die erneut die Qualitäten von RIMs Technologie deutlich machen.? Blickt man über das abgelaufene Quartal hinaus, konnte RIM in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar erwirtschaften und 2,9 Millionen Geräte ausgeliefern. Für das laufende vierte Geschäftsquartal bekräftigt RIM noch einmal seine Prognosen, in denen es von einem Umsatz in Höhe von 590 Millionen bis 620 Millionen US-Dollar ausgeht. Lediglich bei der Neukundengewinnung mussten die Zahlen auf knapp 700.000 bis 750.000 nach unten korrigiert werden.

Entscheidend für den künftigen Erfolg des kanadischen Unternehmens wird sich auch der Verlauf des seit Jahren andauernden Patentstreits mit dem Patentverwaltungsunternehmen NTP auswirken, dessen Risiken in der Bilanz von RIM mit 450 Millionen US-Dollar für Vergleichskosten bewertet werden. Derzeit befindet sich RIM in erneuten Verhandlungen mit NTP, das einige Patente beansprucht, die das kanadische Unternehmen verletzt haben soll. Kommt es zu keiner Einigung, könnte RIM schlimmstenfalls die richterliche Anordnung bekommen, den Forderungen in Höhe von mittlerweile über einer Milliarde US-Dollar nachzukommen und den Verkauf in den USA einzustellen. Daher warnte das Marktforschungsinstituts Gartner vor wenigen Wochen alle potenziellen Kunden, vom Kauf eines Blackberry aus geschäftlichen Gründen vorerst abzusehen.

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