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Man kann trotz Multitasking Strom sparen

In einem Interview mit dem Technik-Blog Laptop wehrt sich Mike Lazaridis, Mitbegründer des Blackberry-Herstellers Research In Motion (RIM) gegen die Behauptung von Apple, Multitasking würde zu viel Strom verbrauchen. Solange die Software gut programmiert und optimiert sei, wären Hintergrund-Dienste praktikabel.

iPhone-Nutzer können bisher keine Programme im Hintergrund laufen lassen. Apple verweigert die gleichzeitige Nutzung mehrerer Applikationen mit der Begründung, dieses sogenannte Multitasking würde die Akku-Laufzeit zu sehr verkürzen. Statt dessen führt das Unternehmen mit dem iPhone Betriebssystem 3.0 den Benachrichtigungsdienst Push Notification ein.

Hier informiert ein Server im Internet den Nutzer über neu eingetroffene E-Mails, Instant Messages oder auch Status-Änderungen von Bekannten in sozialen Netzwerken, wenn das entsprechende Programm geschlossen ist. Der Nutzer erhält entweder eine Nachricht im Stil einer SMS, einen Ton oder das Symbol der Anwendung wird auf dem iPhone größer dargestellt.

Laut Lazaridis ist die Lösung von Apple schlampige Arbeit. Die Blackberry-Software ist dagegen seit Anbeginn auf Multitasking und mobile Dienste optimiert. Jede Anwendung, die kontinuierlich Updates erhält, wird von Blackberry unterstützt. Die Software verbrauche auch kaum Energie, weil sie nicht ständig im Internet nachschauen müsse, ob Neues für sie bereitsteht. Die ständige Abfrage der Server sei der eigentliche Energiefresser, so Lazaridis.

Der CEO geht in dem Interview auch noch auf die Probleme mit dem Blackberry Storm ein. Co-Chef Jim Balsillie fertigte die Beschwerden über ein fehlerhaftes und langsames System auf dem neuen Touchscreen-Smartphone von RIM mit den Worten ab, unreife Handy-Firmware sei die neue Realität. Lazaridis sieht es etwas anders. Ihm zufolge ist das Blackberry Storm die erste Erfahrung von RIM mit Touchscreen-Geräten und wie andere Unternehmen auch hat Research In Motion Probleme mit seinem Erstlingswerk. Der Hersteller setze jedoch alles daran, die zukünftigen Produkte möglichst fehlerfrei auszuliefern.

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