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RIM: Virtual Blackberry für Windows Mobile ab Herbst

Die Blackberry-Services sollen auch auf andere Betriebssysteme angepasst werden. Das bestätigte der RIM-Co-Vorstandschef Jim Balsille in einem Interview mit dem Finanzmagazin "Euro am Sonntag". Er fügte hinzu, dass die Push-Mail-Lösung schon im frühen Herbst auch auf Windows-Mobile-Geräten lauffähig sein wird. Zudem kündigt er neue Geräte an, die über eine bessere Ausstattung und mehr Multimedia-Features verfügen.

Wie im April angekündigt, löst sich RIM von seiner Geschäftsstrategie, Endgeräte und Services aus einer Hand zu verkaufen und möchte seine Push-Mail-Lösung auch für Geräte mit anderen Betriebssystemen zur Verfügung stellen. In einem Interview mit dem Finanzmagazin "Euro am Sonntag" konkretisierte Co-Vorstandschef Jim Balsillie die Pläne, demnach wird im frühen Herbst eine Blackberry-Version für Windows-Mobile-Geräte angeboten. Das Betriebssystem Symbian soll Gerüchten zufolge später hinzukommen, Balsillie verwies bei Nachfrage auf eine Symbian-Konferenz im Oktober.

Das Push-Mail-Angebot der Kanadier soll durch die Software Virtual Blackberry ermöglicht werden, die Zugriff auf Blackberrys Enterprise Server und Internet Service erlaubt. Daneben unterstützt sie Telefonie, Adressbücher und Kalender sowie Dienste von Drittanbietern.

Des weiteren kündigte der RIM-Vorstandschef noch für dieses Jahr neue Modelle an, mit mehr Farben, mehr Multimedia-Funktionalität, neuen Displays und UMTS. Mehr Multimedia und schnellere Anbindungen sind auch bitter nötig, denn bislang waren die Hauptverkaufsargumente Sicherheit und der Push-Mail-Service, der E-Mails in Sekunden vom Postfach auf das Handy weiterleitet. Blackberrys Sicherheitskonzept zerpulverte im Juni zu Staub, als die französische Regierung aufgrund von Sicherheitsbedenken allen Regierungsmitarbeitern die Benutzung von Blackberrys untersagte.

Wenn der Push-Mail-Service unabhängig vom Endgerät funktioniert, könnte der zuletzt boomende Verkauf der Blackberrys, mit denen RIM in 2006 rund 73 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftete, schnell zurückgehen. Denn bei der Ausstattung, sei es GPS, Kamera oder HSDPA, hinken die Modelle von RIM aktuellen Geräten der Konkurrenz, etwa einem Nokia E90 Communicator oder einem Samsung SGH-i600 in vielen Fällen hinterher.

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