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RIM: Mac-Kompatibilität und Google-Software

Der Blackberry hat mit einem Macintosh-Computer einige Gemeinsamkeiten: er stammt aus Nordamerika und seine Bedienung dient vielen globalen Konkurrenten als Wegweiser für Menüdesign und Bedienkonzept. Umso befremdlicher wirkt es, dass die Blackberry-Software sich nicht mit der PIM-Software von MacOS X abgleichen lässt. MacOS X-User surfen nämlich mit dem KHTML-basierten Safari-Browser durchs WWW, der nicht in der Lage ist, das Webfrontend des Blackberry-Dienstes vernünftig darzustellen.



Ist man auf Blackberry's Webmail-Dienst angewiesen, z.B. weil man selbst bzw. sein Unternehmen keinen eigenen Enterprise Server von Blackberry nutzt, wird man gezwungen, auf Microsofts Internet Explorer in der Windows-Version umzusatteln. Doch es gibt Abhilfe: Einige Distributoren, darunter der amerikanische Webshop PocketMacEnabled , bieten ihre Blackberries in Kombination mit der kostenpflichtigen Software "PocketMac for Blackberry" an, die derzeit in der Regel noch mit USD 29,95 zu Buche schlägt.


Mit Hilfe dieser Software können Adressbücher, Kalender und Aufgaben mit einem Mac synchronisiert werden. PocketMac unterstützt die Mac-typischen Programme iCal und Address Book sowie Daylite, iSync und Stickies. Wer seine Mails am Mac mit Microsofts Entourage verwaltet, erhält ebenfalls Support von PocketMax. RIM plant, PocketMac in einer globalen Lizenz jedem neuen Blackberry-Nutzer kostenfrei mit auf den Weg zu geben. Darüber hinaus wollen die Kanadier die Software ab Februar auf der offiziellen Blackberry-Website zum kostenlosen Download anbieten.

Eine weitere Kooperation strebt Research In Motion mit Google an. Auf ihren neuen Blackberry-Endgeräten sollen Clients zur Unterstützung für den Instant Messaging-Dienst "Google Talk" sowie den lokalen Such- und Kartendienst "Google Local" installiert sein. Voraussetzung für die Nutzung von Google Talk ist ein funktionstüchtiger Google-Mail-Account , der eine SMS-Authentifizierung oder die Einladung durch einen anderen Nutzer erfordert. Der Talk-Client wird vollständig ins System integriert und auf der Hauptseite über die Erreichbarkeit von Freunden informieren bzw. über neue Gesprächsanfragen benachrichtigen.

Beide Kooperationen sprechen wichtige Zielgruppen der Blackberry-Nutzer an: in Nordamerika ist die Verbreitung von Mac-Computern deutlich höher als in Deutschland, sodass die neue Informationsfreiheit viele bislang verärgerte Blackberry-Nutzer zurück ins Boot holen könnte. Die Möglichkeit, sich via Google Local seine nähere Umgebung als Satellitenbild direkt auf den Handheld zu holen, dürften mobilitätsverliebte Nutzer ganz besonders zu schätzen wissen: schließlich lassen sich z.B. gefundene Locations wie Bars, Restaurants oder Kinos mit einem Klick umgehend anrufen, um Plätze zu reservieren.

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