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Blackberry-Smartphones kommen nach China

Noch in diesem Jahr wird Research in Motion seine Blackberrys auch in China anbieten. Den Vertrieb übernimmt der weltgrößte Netzbetreiber China Mobile. Die Volksrepublik stellt ein enormes Wachstumspotenzial für die Kanadier dar - bereits zwei Prozent Marktanteil würden die Gesamtkundenzahl verdoppeln.

Seit Jahren bemüht sich Research in Motion (RIM) um den Vertrieb seiner Blackberry-Smartphones auf dem chinesischen Handymarkt, bislang erfolglos. Wie der kanadische Hersteller am Dienstag mitteilte, wird sich das bald ändern. Nach der Unterzeichnung einer Vertriebsvereinbarung mit dem Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent sei es möglich, die bei Geschäftsleuten begehrten Business-Geräte noch in diesem Jahr auf den chinesischen Markt zu bringen. Den Vertrieb übernimmt der weltgrößte Netzbetreiber China Mobile, dessen Kundenzahl in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf 350 Millionen stieg.

Trotz der Konkurrenz durch den lokalen Redberry-Dienst, dürfte sich das neue Geschäftsfeld als äußerst lukrativ erweisen. Mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen wirkt sich bereits ein geringer Marktanteil enorm auf die Kundenzahlen des Herstellers aus, der neben Endgeräten auch mit PushMail-Lösungen sein Geld verdient.

Nach Aussage von Jack Gold, Analyst bei J. Gold Associates, versucht jeder Hersteller im chinesischen Markt einzusteigen, sei es Motorola, Samsung, LG oder Nokia. Darüber hinaus gebe es eine Vielzahl von lokalen Wettbewerbern. Allerdings habe RIM weltweit ein hohes Ansehen, "selbst zwei Prozent Marktanteile wären enorm". Bei landesweit knapp 500 Millionen Handynutzern wären das 10 Millionen Neukunden für RIM, die Gesamtkundenzahl würde sich verdoppeln.

Nach der Bekanntgabe der Zusammenarbeit zwischen RIM, Alcatel-Lucent und China Mobile stieg der Aktienwert des kanadischen Herstellers um 10 Prozent auf ein Rekordhoch von 124,53 US-Dollar. Bereits im Juni 2006 hatte das Unternehmen mitgeteilt, sich auf den asiatischen Markt konzentrieren zu wollen und kündigte eine Kooperation mit NTT DoCoMo für den japanischen Handymarkt an.

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