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RIAA verklagt weitere 761 P2P-Nutzer

19.11.2004 | 12:42 Uhr |

In den USA hat der Musikverband RIAA weitere 761 Personen wegen illegalen Tausches von Songs per Internet verklagt. Damit steigt die Zahl der seit September 2003 eingereichten Klagen auf über 7000.

Der US-Musikverband RIAA hat in den USA weitere 761 Personen verklagt. Der Vorwurf: Unerlaubtes Tauschen von urheberrechtlich geschützten Songs per Internet.

Betroffen sind laut Verband Nutzer von Edonkey, Limewire und Kazaa sowie 25 Personen, die Musikdateien über Universitätsnetze angeboten haben sollen. Zu den Universitäten gehören unter anderem die American University in Washington, D.C., das Boston College, die Iowa State University und die University of Massachusetts.

Immer mehr Universitäten schließen mittlerweile im Kampf gegen illegale Downloads Partnerschaften mit legalen Online-Musik-Shops. Die RIAA sieht hierdurch ihre Strategie des rechtlichen Vorgehens gegen P2P-Nutzer bestätigt.

"Die Klagen haben einen Erziehungscharakter", so Cary Sherman, Präsident der RIAA in einer Pressemitteilung. "Sie erinnern Musikfans an das Gesetz und spornen Universitäts-Administratoren dazu an, legale Alternativen anzubieten."

Seit September 2003 wurden somit über 7000 Personen verklagt. Alleine im Zeitraum seit dem ersten Oktober diesen Jahres kamen über 2200 Fälle hinzu.

Neben der Musikindustrie bringt jetzt auch die US-Filmindustrie ihre Anwälte gegen einzelne Anwender von Tauschbörsen in Stellung. Anfang der Woche wurden bereits die ersten Klagen gegen Nutzer eingereicht, die Filme per Internet getauscht haben sollen ( wir berichteten ).

US-Filmindustrie hat erste Klagen eingereicht (PC-WELT Online, 17.11.2004)

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