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RIAA verklagt Studenten wegen File-Sharing-Netzwerken

07.04.2003 | 14:58 Uhr |

Die "Recording Industry Association of America" (RIAA) ist wieder auf dem Kriegspfad: Sie hat jetzt vier Studenten, die auf ihrem jeweiligen Campus File Sharing-Netzwerke betrieben haben, verklagt.

Die "Recording Industry Association of America" (RIAA) ist wieder auf dem Kriegspfad: Sie hat jetzt vier Studenten, die auf ihrem jeweiligen Campus File Sharing-Netzwerke betrieben haben, verklagt.

Die Studenten, zwei von der Rensselaer Polytechnic Institute sowie jeweils einer von der Princeton University und der Michigan Technological University, sollen "local area Napster-Netzwerke" errichtet und einen "umfassenden Musik-Diebstahl" ermöglicht haben. Flatlan, Phynd und Direct Connect sollen genutzt worden sein, um einen Katalog aufzubauen und Suchanfragen zu bearbeiten, so die RIAA.

Darüber hinaus wirft die RIAA den Studenten vor, hunderte von urheberrechtlich geschützten Stücken zur Verfügung gestellt zu haben. In einigen Fällen soll es sich sogar um etliche tausend Stücke handeln. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, verlangen die Kläger für jeden urheberrechtlich geschützten Titel, der über die Netzwerke getauscht wurde, 150.000 Dollar Schadensersatz.

Mit der Klage gegen die vier Studenten erhöht die RIAA den Druck auf Bildungseinrichtungen - Ende letzten Jahres sandte die Organisation Briefe an über 2000 Universitäts-Dekane. Gleichzeitig werden verstärkt Einzelnutzer ins Visier genommen - dieser Trend wurde bereits in dem Fall gegen den Internet Service Provider Verizon vom Januar deutlich. Damals verlangte die RIAA die Herausgabe der Nutzerdaten eines besonders aktiven Tauschbörsen-Mitglieds.

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