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RFID: Große Zukunft für die kleinen Funketiketten

17.03.2007 | 13:12 Uhr |

Das neue RFID-Chip-System hat sich bereits bei der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr bewährt. Immer mehr Fußball-Vereine wie der Hamburger SV und Schalke 04 versehen ihre Dauerkarten mit der Weiterentwicklung des herkömmlichen Barcodes.

In einem Etikett oder einer Plastikkarte wird ein winziger Computerchip mit Antenne, auf dem in der Regel ein Nummerncode gespeichert ist, integriert. Auf diese Weise werden Informationen verschlüsselt und in einer Datenbank hinterlegt. Jeder Gegenstand erhält so eine unverwechselbare Identität und kann jederzeit gefunden werden.

Die RFID-Technik bietet viele Einsatzgebiete. Beispielsweise könnte so die lästige Suche nach Kleingeld beim Lösen eines Straßenbahn-Tickets entfallen. Effizientere und schnellere Produktionsabläufe sowie Schutz vor Plagiaten verspricht sich vor allem die Wirtschaft von den Funketiketten. Bis zum Jahr 2016 soll der Markt für RFID-Technologien von heute 500 Millionen Euro auf 7 Milliarden Euro wachsen.

Während der Handel und die Automobilindustrie schon seit Jahren auf die neue Technik setzen, prüft nun auch die Pharmaindustrie den Einsatz von RFID. Die Branche erhofft sich dabei vor allem eine Gefahrenverringerung bei Verwechslungen von Medikamenten oder Blutkonserven.

Europa ist momentan weltweit führend in der RFID-Forschung und Entwicklung. Während Verbraucherschützer gegen Datenmissbrauch protestieren, will die EU-Kommission den technischen Vorsprung nicht gefährden. „Ich finde, wir sollten den Bereich unter- statt überregulieren, damit die Branche abheben kann“, sagte die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding auf der Computermesse CeBIT .

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