16670

RAM noch teurer

27.07.2000 | 15:48 Uhr |

Arbeitsspeicher wird immer teurer. Der Grund sei die enorme Nachfrage von PC-Herstellern, der die RAM-Produzenten derzeit nicht gerecht würden.

Arbeitsspeicher wird teurer. Der Grund sei die enorme Nachfrage von PC-Herstellern, der die RAM-Produzenten derzeit nicht gerecht würden. So will Micron, einer der größten Hersteller von DRAMs (siehe Glossar), seine 64-MBit-Chips nicht mehr unter acht Dollar verkaufen. Der Preis für ein Modul mit 64 MByte wird dadurch bald über 200 Mark steigen - derzeit ist es noch für unter 200 Mark zu bekommen. Ein Ende der Preisspirale sei nicht in Sicht.

Kipp Bedard, Vizepräsident von Micron, der die Preiserhöhungen jetzt bekannt gab, erklärte, Micron habe den Preis für ein 64-MBit-DRAM auch für Kunden mit längerfristigen Verträgen erhöht. Genaue Angaben zu den bisherigen Preisen wollte Bedard nicht machen, sie lagen jedoch laut der Marktforscher von Dataquest bei sieben Dollar.

Grund für die angespannte Marktlage sei der gesteigerter PC-Absatz. Weil die Prozessor-Hersteller, allen voran Intel, die Massenfertigung von hoch getakteten Prozessoren in 0,18-Mikron-Technik inzwischen in den Griff bekommen, werden mehr PCs verkauft. Dies erhöht die Nachfrage nach Speicher. Die Produktionskapazitäten der DRAM-Hersteller haben sich jedoch nicht im selben Maße erhöht.

Außerdem hält der Boom bei digitalen Consumer-Geräten wie Handys, PDAs oder Digitalkameras an und verknappt die DRAMs weiter. Es ist zu erwarten, dass alle großen DRAM-Hersteller ihre Preise der Marktlage anpassen. (PC-WELT, 27.07.2000, he)

Über die tagesaktuellen RAM-Preise informiert Sie unser RAM-Ticker

Aktuelle RAM-Preise

RAM viel zu teuer (PC-WELT Online, 04.07.2000)

0 Kommentare zu diesem Artikel
16670