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Quelloffener Kryptochip in Entwicklung

18.05.2014 | 14:08 Uhr |

Ein neuer Chip soll die Verschlüsselung in Zukunft nachvollziehbarer machen. Schon jetzt legen die Macher große Teil der verwendeten Technologie offen.

Schon heute sind Chips verfügbar, die Daten automatisch verschlüsseln. Wie genau diese Hardware-Bauteile funktionieren, bleibt jedoch meist im Dunkeln. Kritiker vermuten in vielen Systemen eine Hintertür, die staatlichen Organisationen Zugang zu den eigentlich zu schützenden Daten verschafft.

Der Open-Source-Kryptochip, der im Rahmen des Cryptech-Projekts entsteht, soll hier für ein ruhiges Gewissen sorgen. Verantwortlich sind Experten der Internet Engineering Task Force (IETF) sowie Mitarbeiter des Tor-Projekts. Die Beteiligten versprechen bis zum Jahresende eine nachvollziehbare Verschlüsselung durch den neuen Chip.

Gut verschlüsselt: So verschlüsseln Sie Ihre Daten richtig

Schon jetzt können Teile des Projekts eingesehen werden. Unter Cryptech.is stehen die bislang fertigen Schritte der Verschlüsselung zur Verfügung. Ein hundert Prozent sicheres System versprechen jedoch auch die Macher des Kryptochips nicht. Im Gegensatz zu den meisten bisherigen Lösungen, die oft aus den USA oder Israel stammen, sei beim neuen System jedoch ausgeschlossen, dass es von Anfang an eine Backdoor gegeben hat.

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