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Qualcomm nimmt Kritik an Apple zurück

09.10.2013 | 12:45 Uhr |

Ein Qualcomm-Vertreter hatte die 64-Bit-CPU A7 im neuen iPhone 5S als "Marketing-Gimmick" bezeichnet. Qualcomm hat die Kritik an dem A7 nun aber wieder zurückgenommen.

Qualcomms Marketing-Chef Anand Chandrasekher hatte kürzlich den neuen 64-Bit-Chip A7 von Apple im iPhone 5S als "Marketing-Gimmick" bezeichnet . Ein Qualcomm-Sprecher hat die Aussage, nach der eine 64-Bit-CPU in einem Smartphone keinen Sinn mache, nun korrigiert. Die Aussage von Chandrasekher, so der Sprecher, sei "ungenau" gewesen.

"Sowohl mobile Hardware als auch das Software-Ökosystem bewegen sich bereits in Richtung 64-Bit", so der Qualcomm-Sprecher. Die Evolution bringt von Desktop her gewohnte Möglichkeiten und User-Erfahrungen in den mobilen Bereich und ermögliche es mobilen Prozessoren und Software auf neuen Geräte-Klassen zu laufen.

In Apples iPhone 5S steckt mit dem A7 zum ersten Mal in einem Smartphone eine 64-Bit-CPU. Apple selbst sieht sich damit vor der Konkurrenz. Qualcomm selbst entwickelt beispielsweise ebenfalls bereits mobile 64-Bit-CPUs, die in Android-Smartphones aber erst im nächsten Jahr zum Einsatz kommen werden. Smartphones würden unter anderem dann von 64-Bit-CPUs profitieren, wenn sie mehr als 4 GB Arbeitsspeicher besitzen würden. Im Falle des iPhone 5S befindet sich im Gerät aber nur 1 GB Arbeitsspeicher. Laut Apple sei der A7-Chip, der auf dem ARMv8-Befehlssatz basiert, in der Lage, mathematische und sicherheitsrelevante Aufgaben schneller und effizienter als ARMv7-basierte Chips zu bewältigen.

Eine weitere Rolle dafür, dass Qualcomm die früheren Aussagen nun relativiert hat, dürfte sein: Qualcomm ist ein guter Kunde von Apple und liefert unter anderem die in den iPhones und iPads verbauten Modems.

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