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Qualcomm wehrt sich gegen Anschuldigung der Hersteller

04.04.2006 | 16:25 Uhr |

Vergangene Woche hatten die Firmen Nokia, Ericsson, Panasonic, Texas Instruments, Nec und Broadcom bei der Europäischen Union Beschwerde über den Chiphersteller Qualcomm eingereicht. Gegenstand der Klage sei, dass die US-Amerikaner für die Patente auf WCDMA-Chips überhöhte Preise von den Lizenznehmern verlangen, die diese Chips in den eigenen Werken fertigen. Bestellen die Unternehmen die Chips jedoch direkt bei Qualcomm, sind sie hingegen zu besonders günstigen Konditionen beziehbar.



Das Kalifornische Unternehmen, das am vergangenen Freitag mehr als neun Prozent seines Aktienwertes an der Börse verloren hat, stellte die Klage als juristisch nicht stichhaltig und faktisch unrichtig dar. Die Ankläger werfen dem Unternehmen weiter vor, potenzielle Mehreinnahmen in Milliardenhöhe erzielt zu haben, was in der EU nach den ersten Prüfungsschritten zu einer Wettbewerbsuntersuchung führen könnte, ob Qualcomm über zu viel Marktmacht verfüge und diese zu seinen Gunsten missbraucht habe.

Aufgrund des mangels an technischen Alternativen und da sie die Grundlage in jedem UMTS-Handy bilden, sind die Mobilfunkhersteller auf die Chips von Qualcomm angewiesen, die jedoch mit mehr als zehn Prozent Aufpreis auf die Herstellungskosten an die Lizenznehmer abgegeben werden.

Mehr Informationen:
» Mobiltelefone mit W-CDMA-Chip

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