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Punktereform für Verkehrssünder gilt seit dem 1. Mai

02.05.2014 | 13:29 Uhr |

Die Flensburger Verkehrssünderdatei lässt grüßen: Am 1. Mai 2014 trat die lange diskutierte Punktereform in Kraft. Teilweise stiegen auch die Geldstrafen.

Autofahrer und sonstige Verkehrsteilnehmer aufgepasst: Am 1. Mai trat die neue Punktereform in Kraft. Nach der Reform werden nur noch solche Verstöße, die die Verkehrssicherheit gefährden, eingetragen. Sicherlich sinnvoll: Bei Vergehen, die nicht direkt eine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen (zum Beispiel „Einfahren in eine Umweltzone ohne die richtige Plakette“, was gerade ortsfremden Fahrern schnell mal passieren kann), wird es keine Punkte mehr geben.
 
Der ADAC hat die wichtigsten Änderungen, die seit dem 1. Mai gelten, zusammengefasst:
 
* Statt wie bisher bei 18 Punkten wird der Führerschein zukünftig bei acht Punkten entzogen.
* Für Verkehrsverstößen oder Straftaten gibt es nur noch ein bis drei Punkte, statt wie bisher ein bis sieben. Die Punktevergabe teilt sich folgendermaßen auf: Einen Punkt gibt es für Ordnungswidrigkeiten. Zwei Punkte kassiert der Auto-Fahrer für grobe Ordnungswidrigkeiten sowie Straftaten. Und satte drei Punkte sind für Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis fällig.
* Ein Punkteabbau ist auch im neuen System möglich: Beim Stand von ein bis fünf Punkten kann durch ein freiwilliges Fahreignungsseminar ein Punkt abgebaut werden.
* Durch starre Tilgungsfristen bekommen Verkehrsteilnehmer einen besseren Überblick, wann Punkte erlöschen So werden Ordnungswidrigkeiten mit einem Punkt nach 2,5 Jahre gelöscht. Eintragungen mit zwei Punkten verfallen nach fünf Jahren. Und Straftaten mit drei Punkten werden nach zehn Jahren gelöscht.
* Alte Punkte werden ab dem 1. Mai 2014 folgendermaßen umgerechnet:

Punktestand alt

Punktestand neu

1 – 3

1

4 – 5

2

6 – 7

3

8 – 10

4

11 – 13

5

14 – 15

6

16 – 17

7

≥ 18

8

Die Eintragungsgrenze wird von 40 auf 60 Euro angehoben. Delikte, die heute unter der neuen Eintragungsgrenze von 60 Euro liegen, aber wegen ihrer Bedeutung für die Verkehrssicherheit weiterhin Punkte nach sich ziehen, werden ab dem 1. Mai 2014 teurer – zum Beispiel Telefonieren am Steuer oder ein Verstoß gegen die Winterreifenpflicht.
 
* Aber auch Delikte, die in Zukunft nicht mehr eingetragen werden und deren Punktewegfall kompensiert werden soll, werden zum Teil teurer. Das Einfahren in eine Umweltzone kostet dann 80 statt bisher 40 Euro, das Fahren ohne Kennzeichen erhöht sich von 40 auf 60 Euro.
 

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