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Punkte für den Secret Service

20.10.2005 | 18:36 Uhr |

US-Geheimdienst Secret Service gibt Abkommen mit Druckerherstellern zur Markierung von Ausdrucken zu.

Unscheinbare gelbe Punkte auf Ausdrucken verschiedener Laserdrucker haben der Electric Frontier Foundation (EFF) keine Ruhe gelassen. Farblaserdrucker vieler Hersteller, darunter u.a. Xerox und Canon, bringen auf jedem Ausdruck eine Matrix gelber Punkte mit weniger als einem Millimeter Durchmesser an. Der Secret Service bestätigte auf Nachfrage der EFF, dass mit einigen Druckerherstellern ein Abkommen geschlossen wurde, um gefälschte Dokumente und Geldscheine zurückverfolgen zu können. Über die Informationen, die in der Punktmatrix verschlüsselt sind, wurden keine Angaben gemacht.

Der EFF ist es nun nach eigenen Angaben gelungen, durch Vergleich von Dokumenten, die von Besitzern des Laserdruckers Xerox DocuColor eingesandt wurden, den Code dieses Druckermodells zu knacken. Die Punkte verschlüsseln das Druckdatum und die Druckzeit sowie die Seriennummer des Druckers. Anhand der Seriennummer kann der Hersteller den Käufer identifizieren. Um die Punkte zu sehen, benötigt man blaues Licht sowie ein Vergrößerungsglas oder Mikroskop. Die EFF befürchtet, dass die Punktmatrix nicht nur dazu benutzt werden könnte, Fälschern das Handwerk zu legen, sondern auch, um z.B. die Hersteller unliebsamer oder regimekritischer Flugblätter zu identifizieren. Die niederländische Eisenbahngesellschaft soll die Technologie schon zur Verfolgung von Fahrscheinfälschern eingesetzt haben.

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