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Psion testet billige Fertigung in China

30.08.2006 | 09:28 Uhr |

Der britische Handheld-Hersteller Psion Inc. will die Produktionskosten seiner Geräte signifikant senken. Hierzu hat er jetzt die Produktion der Hauptplatine des Handheld-Modells "7535" ausgelagert. Das Mainboard wird jetzt von dem Auftragsfertiger Flextronics International Ltd. gebaut - in China.

Flextronics wird die Hauptplatine des Handhelds, der insbesondere für Einsätze an staubigen Orten geeignet ist, in seinem Werk in Nanjing produzieren. Bill Jessup, Chief Executive Officer von Psion, sagte, der Deal sei Teil der Bestrebungen, die Produktionskosten wesentlich zu senken, gleichzeitig aber die Qualität der Produkte aufrecht zu erhalten. Außerdem verspricht sich der Handheld-Fabrikant Vorteile von der Einkaufsmacht, die Flextronics als viel beschäftigter Auftragsfertiger von großen IT-Herstellern besitzt.

Jessup sagte weiter, Psions Drahtlos-Gerätschaft für raue Umgebungen erfreue sich einer großen Nachfrage. Allerdings sei das Marktsegment für diese Produkte sehr wettbewerbsträchtig. Mit dem nun vollzogenen Schachzug werde sein Unternehmen die Gewinnmargen stabil halten können.

Da Psion die Fertigung bislang nur einer Hauptplatine eines einzigen Produktes ausgelagert hat, wird dieser Deal als Testlauf angesehen, um die Auswirkungen der Fremdfertigung in China zu prüfen. Outsourcing der Produktion ist ein in der IT-Industrie gängiges Vorgehen. Die Endmontage des 7535-Handhelds findet nach wie vor in den kanadischen Fertigungsstätten von Psion statt. (jm)

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