09.11.2011, 15:25

Friedrich Stiemer

Prozessor

Nvidia Tegra 3: Neue mobile Quad-Core-CPU für Tablet-PCs

Nvidias Quad-Core-Prozessor Tegra 3. ©Nvidia

Mit dem Vierkern-Prozessor Tegra 3 von Nvidia sollen anspruchsvolle Spiele und aufwändige Apps auf den Tablets Einzug halten. Wir nennen die Fakten zur neuen Tablet-CPU.
Bald sollen Tablets und Smartphones von der Quad-Core-CPU Tegra 3 von Nvidia angetrieben werden. Der erste Vier-Kern-Prozessor für Tablets soll bei Anwendungs- und Grafik-Leistung die derzeitig eingesetzten Dual-Core-Prozessoren deklassieren. Nach Angaben von Nvidia erzielt der Tegra 3 eine höhere Leistung als die rund vier Jahre alte Notebook-CPU Intel Core 2 Duo T7200 und soll 3D-Grafik drei Mal schneller darstellen als sein Vorgänger Tegra 2, den Sie unter anderem in aktuellen Geräten von Dell, Lenovo, Acer oder Toshiba finden. Laut Nvidia schlägt der Tegra 3 im Sunspider-Benchmark auch den Apple A5, der im iPad 2 und dem iPhone 4S sitzt.

Die Fakten zum Nvidia Tegra 3

Der unter dem Codenamen Kal El entwickelte Chip kommt zum ersten Mal im neuen Android-Tablet Asus Eee Pad Transformer Prime zum Einsatz. Es soll im Dezember auf den Markt kommen. Für Anfang 2012 erwartet Nvidia die ersten Smartphones mit Tegra 3.
Seine vier Kerne können gleichzeitig mit maximal 1,3 GHz arbeiten. Ist nur ein Kern aktiv, darf dieser auf maximal 1,4 GHz hoch drehen. Der Tegra 3 basiert auf der Architektur des Cortex-A9 Chip von ARM: Diese Prozessorarchitektur ist die Grundlage für die meisten CPUs in aktuellen Smartphones und Tablets. Damit kommt der Tegra 3 auch für künftige Geräte mit der ARM-Version von Windows 8 in Frage.
Eigentlich besitzt der Tegra 3 sogar fünf Prozessorkerne: Der von Nvidia getaufte „Companion Core“ läuft auf maximal 500 MHz und soll wenig aufwändigere Aufgaben übernehmen. Wenn der Anwender zum Beispiel nur Musik hören möchte, so können die vier Hochleistungs-Kerne ausgeschaltet werden und der fünfte Kern übernimmt diese Aufgabe. Deshalb soll der Tegra 3 bis zu 61 Prozent sparsamer sein als der Tegra 2: Nvidia verspricht beim Asus Eee Pad Transformer Prime eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden bei der Video-Wiedergabe.
Große 3D-Leistung mit 12 Grafikkernen
Im Tegra 3 sollen 12 verbaute GPU-Kerne für ordentlich Power sorgen. Spiele in HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel) sollen kein Problem mehr sein. Derzeit befinden sich schon 15 neue Spiele in der Entwicklung (unter anderem Big Top, Bladeslinger, Da Vinci und Chidori), welche sich der Grafikleistung des neuen Tegra 3 bedienen werden. So sollen dynamische Schattenwürfe, Physik-Effekte, Motion Blur, hochauflösende Texturen und auch die Darstellungen von komplexen Objekten (wie zum Beispiel Wasser) künftig möglich sein. Bekannte Spiele wie Riptide, Shadowgun und Sprinkle werden in neuen Versionen für den Tegra 3 veröffentlicht, und stellen zusätzliche Effekte dar.
Selbst stereoskopisches 3D macht die neue CPU möglich: Besitzt das Tablet wie das Asus Transforner Prime HDMI 1.4 lassen sich zum Beispiel Spiele vom Tablet auf einem 3D-Fernseher ausgeben. Da ist es schon fast selbstverständlich, dass die Videoausgabe in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) erfolgen kann. Auch interessant ist die Unterstützung von bekannten kabellosen Controllern wie von der Sony Playstation 3, Microsoft Xbox 360, Nintedo Wii und verschiedenen Logitech Eingabegeräten. Damit soll man dann nicht nur spielen, sondern auch im eigentlichen Menü navigieren können.
Auch aufwändige Apps wie beispielsweise Sprach- und Gesichtserkennung oder auch Foto- und Videobearbeitung sollen dank Tegra 3 auf künftigen Tablets selbstverständlich werden.


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