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Prozess gegen gekaufte Plätze bei Suchmaschinen

01.03.2002 | 14:39 Uhr |

Immer mehr Internet-Portale und Suchmaschinen bieten Produkt-Anbietern die Möglichkeit, gegen Bares einen guten Platz auf ihrer Website zu bekommen. Gibt der Internet-Benutzer einen Suchbegriff auf diesen Sites ein, so bekommt er unter Umständen zusätzlich zu den nach Relevanz sortierten Suchergebnissen noch eine Auswahl von "sponsored sites" angezeigt. Tester in den USA haben jetzt herausgefunden, dass die Suchergebnisse nicht immer über jeden Zweifel erhaben sind. Ein Prozess gegen dieses verkauften Ergebnisse läuft bereits.

Immer mehr Internet-Portale und Suchmaschinen bieten Produkt-Anbietern die Möglichkeit, gegen Bares einen guten Platz auf ihrer Website zu bekommen. Gibt der Internet-Benutzer einen Suchbegriff auf diesen Sites ein, so bekommt er unter Umständen zusätzlich zu den nach Relevanz sortierten Suchergebnissen noch eine Auswahl von "sponsored sites" (Beispiel Yahoo) angezeigt (PC-WELT berichtet).

Kritiker dieses Systems sehen in der zunehmenden Verbreitung von solchen "gekauften" Listenplätzen (die in der Regel eindeutig als solche gekennzeichnet sind) die Gefahr, dass Suchmaschinen immer weniger wirklich objektive Suchergebnisse liefern und sich stattdessen zu virtuellen "Hochglanz-Werbebroschüren" entwickeln oder zu etwas ähnlichem wie die gelben Seiten.

Dabei besteht natürlich die Gefahr, dass Unternehmen, die nicht für gute Plätze im Internet zahlen, ins Hintertreffen geraten. Dies befürchtet zumindest Mark Nutritionals, ein Produzent von Diät-Pillen, und überzieht nun Altavista, Overture, Findwhat, und Kanoodle mit einer Klage in Höhe von 440 Millionen Dollar vor einem Bundesgericht in Texas. Der Vorwurf des Pillendrehers an die Suchmaschinen-Betreiber: Internet-Nutzer, die nach Produkten aus der Angebotspalette von Mark Nutritionals über die Suchmaschinen fahnden, bekommen die Web-Seiten der Konkurrenz geliefert. Diese sollen für die guten Platzierungen gezahlt haben.

Dieser Prozess ist der erste seiner Art. Er geht der Frage nach, ob es legitim ist, wenn einige Suchmaschinen ihre Ergebnisse nicht nach Relevanz, sondern nach der Höhe des gezahlten Betrages anzeigen.

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