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Prozess: Google News droht das Aus

23.11.2006 | 13:05 Uhr |

Dem Suchmaschinengigant bläst in Sachen Google News der Wind ins Gesicht. Zumindest in Europa. Die Proteste von Verlegern nehmen zu - was letztendlich beträchtliche Auswirkungen darauf haben könnte, welche Masse an Inhalten den End-Anwendern zum Durchsuchen via Suchmaschine zur Verfügung steht.

Google wird morgen vor Gericht erwartet, um einen Streit mit der Belgischen Presse (Stichwort: Copiepresse ) auszufechten. Das Autorenrechte vertretende Unternehmen hatte eine Klage gegen den Suchmaschinenbetreiber eingereicht, in der Google die Verletzung von Urheberrechten vorgeworfen wurde - im speziellen ging es darum, wie Google Schlagzeilen und Schnippsel von Artikeln auf Google News abbildet.

In den letzten zwei Wochen hat sich auch noch an anderen Orten in Europa nun Widerstand geregt. Das Unternehmen musste Pläne für den Start seiner Google News Site in Dänemark letzte Woche auf Eis legen, nachdem Zeitungen ein System verlangt hatten, dass es Ihnen erlaubt, in den Google Dienst per Opt-In-Verfahren aufgenommen zu werden (also selbst zu bestimmen, ob ihr Content indexiert werden soll), anstatt dass per Automatismus alle Inhalte abgefischt werden, so Holger Rosendal, Leiter der Rechtsabteilung des dänischen Zeitungsverleger-Verbandes.

Und eine norwegische Mediengruppe hat den Suchmaschinenbetreiber angeschrieben und die Art, wie Google die Thumbnails der News seiner Mitglieder abbildet, kritisiert. "Laut dem Norwegischen Copyright-Gesetz ist es nicht gestattet, Bilder ohne Erlaubnis des Rechteinhabers zu nutzen. Das ist also ein großes Problem hier", so Pernelle Borset, Associate Director der norwegischen Media Business Association.

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