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Provider sollen Botnets ausbremsen

25.05.2005 | 15:48 Uhr |

Amerikanische Regierungsbehörden fordern Internet-Provider zur Mitarbeit bei der Eindämmung von Botnets auf.

Die US-Handelsaufsicht FTC ( Federal Trade Commission ) will zusammen mit insgesamt 35 weiteren Behörden aus 20 Ländern den Versand von Spam-Mails durch gekaperte PCs eindämmen. Spammer benutzen zunehmend Netze fremdgesteuerter Computer und leiten den Mail-Versand über diese zu so genannten Botnets verbundenen "Zombies". Dabei handelt es sich oft um private PCs mit breitbandigem Internet-Zugang (etwa DSL), die durch Trojanische Pferde über das Internet gesteuert werden.

Die FTC will im Rahmen der "Operation Spam Zombies" über 3000 Provider weltweit schriftlich auffordern, die Internet-Zugänge ihrer Kunden auf verdächtige Aktivitäten zu überwachen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen. Die vorgeschlagenen Mittel sind:

  • Blockieren des Ports 25 für Mail-Versand

  • Bandbreitenlimitierung für Mails

  • Identifizierung von PCs, die ungewöhnlich große Mengen an Mails senden. Diese sollen, wenn sie sich als Zombies erweisen, vorerst in Quarantäne genommen werden.

  • Information der Kunden in leicht verständlichen Texten, wie sie ihre Computer schützen können

  • Bereitstellung von Programmen (oder Hinweis darauf), mit denen verseuchte Rechner gesäubert werden können.

In der nächsten Phase sollen diejenigen Provider identifiziert werden, deren Kunden unwissentlich solche Spam-Zombies betreiben. Die an der "Operation Spam Zombies" teilnehmende Behörde des jeweiligen Landes soll dann gezielt an diese Provider heran treten und sie zu Gegenmaßnahmen auffordern.

Die FTC hat eine Web-Seite mit Informationen zu diesem Projekt erstellt. Zu den teilnehmenden Ländern gehören unter anderem Deutschland, Dänemark, Japan, Polen, Südkorea, die Schweiz, Spanien und Großbritannien.

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