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Provider: Keine Verantwortung für Mail-Inhalt

Internet-Provider sind für den Inhalt von Mails, die über sie laufen, nicht verantwortlich. Das hat der Oberste Gerichtshof in New York jetzt in letzter Instanz entschieden. Damit wurde eine Klage gegen die Firma Prodigy abgewiesen, als "technischer Überbringer" von Mails zur Verantwortung für deren Inhalt gezogen werden sollte.

Internet-Provider sind für den Inhalt von Mails, die über sie laufen, nicht verantwortlich. Das hat der Oberste Gerichtshof in New York jetzt in letzter Instanz entschieden. Damit wurde eine Klage gegen die Firma Prodigy abgewiesen, als "technischer Überbringer" von Mails zur Verantwortung für deren Inhalt gezogen werden sollte.

Hintergrund der Klage: Ein Unbekannter hatte im Namen des Klägers, Alexander Lunney, einen Mail-Account eröffnet und darüber Mails mit beleidigenden und obszönen Texten verschickt. Als einer der Mail-Empfänger die Polizei benachrichtigte, flog der Schwindel auf, da der "echte" Alexander Lunney kein Prodigy-Kunde war und damit auch nicht der Absender der Mails sein konnte.

Daraufhin verklagte Lunney Prodigy. Nachdem bereits drei Gerichte hatten die Klage bereits abgewiesen hatten urteilte jetzt auch das höchste Gericht des US-Bundesstaates New York, dass eine Firma, die lediglich als Überbringer von Mails Dritter fungiert, für deren Inhalt nicht rechtlich verantwortlich ist. (PC-WELT, 02.05.2000, sp)

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