21.10.2008, 11:35

pte

Prototyp

Superschnelles Ethernet rückt näher

Der Telekommunikationsausrüster Huawei hat einen Prototypen für 100-Gigabit-Ethernet entwickelt.
Mit einer zehnmal höheren Datenrate als der aktuell schnellste Ethernet-Standard soll die Technologie helfen, die steigenden Anforderungen von zukünftigen Ultra-Breitbandangeboten bewältigen zu können. Das chinesische Unternehmen ist freilich nicht allein mit seinen Bemühungen um das superschnelle Ethernet. Bis 2010 soll ein Standard des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) ratifiziert werden.
Der Huawei-Prototyp erlaubt Ethernet-Verbindungsgeschwindigkeiten von 100 Gigabit pro Sekunde. Die Rate wird auf zehn physische Kanäle verteilt, um den 100GE-Port zu realisieren, so das Unternehmen. Der Prototyp könne diesen Port mit hoher Zuverlässigkeit bereitstellen und unterstütze auch Monitoring- und Schutzfunktionen. Schon im Juli hatte das Unternehmen prototypisch das Wellenlängen-Multiplexverfahren (Wavelength Division Multiplexing, WDM) zum Übertragen mehrerer Kanäle in einer Glasfaser mit einer 100-Gigabit-Rate verwirklicht. "Damit ist Huawei der einzige Anbieter in der Industrie, der eine Endpunkt-zu-Endpunkt-Lösung für hochkapazitive Datenservices mit optischen Transportnetzwerken und WDM anbieten kann", sagt Christian Chua, Präsident Huawei Transport Network Product Line.
Wann Huaweis Entwicklung kommerziell erhältlich sein wird, hat das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben. Fest steht jedenfalls, dass sie den steigenden Bandbreiten-Anforderungen des modernen Internets gerecht werden soll. Industrieweit wird die im Vergleich zu den schnellsten derzeit gängigen Ethernet-Technologien zehnmal höhere Datenrate vorangetrieben. Im Juni beispielsweise gab es im Rahmen der diesjährigen Auflage der Messe NXTcomm mehrere Demonstrationen zu 100-Gigabit-Ethernet-Technologie, an denen der Netzwerkanbieter Infinera beteiligt war. Schon seit Ende 2006 wird auch an einem IEEE-Standard für das superschnelle Ethernet gearbeitet, der bis 2010 in der Endfassung vorliegen soll. An dieser Entwicklung nehme Huawei aktiv teil, so das Unternehmen. (pte/jp)
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