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Software aus der Steckdose

Die Deutsche Telekom stellt ein neues Softwaremietmodell vor. Damit stehen Nutzern Programme über das Internet zur Verfügung. Der Vorteil: Eine lokale Installation der Programme entfällt.

Mit dem so genannten IT-SoftwareService mieten Anwender beispielsweise Standardsoftware wie Microsoft Exchange über das Internet – und das für ein monatliches Entgelt (ab 3,49 Euro pro Monat). Die Kosten für Hard- und Software, Implementierung und Wartung entfallen, ebenso wie der Kauf teurer Softwarelizenzen.

Die Integration ist denkbar einfach. Einzige Voraussetzung ist ein breitbandiger Internetzugang. Über einen PC oder Laptop melden sich die Anwender am Telekom-Portal an und greifen über eine verschlüsselte Verbindung auf das gewünschte Programm zu. Die Software startet dabei wie eine lokal installierte Anwendung. Von unterwegs aus nutzen sie die Applikation zum Beispiel über das Mobilfunknetz oder W-LAN.

Via Push-Dienst landen E-Mails auf dem PDA/MDA oder einen Blackberry. Dazu holt der Push-Service die eingehenden E-Mails vom Exchange-Server des Dienstleisters ab und leitet sie auf das Handheld weiter. Eine Kopie der E-Mail bleibt dabei auch auf dem zentralen Server des Anbieters, so stehen alle Informationen auch am Arbeitsplatz jederzeit zur Verfügung. Neben Nachrichten lassen sich auch Kontakt-, Aufgaben-, Adress- und Terminverwaltung mobil nutzen.

Zudem sorgt der Dienstleister dafür, dass die gemieteten Anwendungen immer auf dem aktuellsten Sicherheitsstandard sind. Zu diesem Zweck laufen die Programme auf einem durch Firewalls geschützten Hochsicherheitsserver bei der Deutschen Telekom. Der Zugang zum Internet erfolgt an einer zentralen mehrfach gesicherten Stelle im Rechenzentrum. Dort kontrollieren und warten Spezialisten fortwährend die Systeme und sorgen dafür, dass der Dienst reibungslos funktioniert. Der Anwender selbst muss sich um nichts mehr kümmern. Automatische Updates auf neueste Softwareversionen, tagesaktuelle Aktualisierung der Antivirus- und Anti-Spam-Software und auch die Datensicherung sind inklusive.

Neben Microsoft Hosted Exchange lassen sich Standardprogramme wie Microsoft Sharepoint oder Office-Anwendungen webbasiert nutzen. Bei steigenden Anforderungen können Nutzer anspruchvolle Spezialanwendungen wie beispielsweise CRM (Customer Relationship Management), ERP (Enterprise Resource Planning) oder Branchenlösungen ohne Installationsaufwand leicht über das Netz mieten.

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