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Progress baut Event Processing in Microsoft-Anwendungen ein

08.02.2007 | 10:13 Uhr |

Gemeinsam entwickeln die Hersteller eine Software für die Abwicklung von Wertpapiergeschäften.

Im Rahmen der Kooperation bringt Progress Software seine Event-Processing-Plattform "Apama" ein. Sie soll es Nutzern elektronischer Handelssysteme ermöglichen, umfangreiche Datenströme in Echtzeit zu analysieren. Hintergrund des Projekts ist Microsofts Plan für eine Anwendung gemäß der EU-Richtlinie MiFID, die im November 2007 in Kraft tritt. Das Kürzel steht für Markets in Financial Instruments und beschreibt Vorschriften zur Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt.

Microsoft arbeite bereits seit mehr als 18 Monaten gemeinsam mit Partnern an einer MiFID-Anwedung, erklärte Ian Warford, in der Europazentrale zuständiger Manager für Kapitalmarktprodukte. Die Techniken für Event Stream Processing des Partners Progress hätten sich in vielen international tätigen Finanzinstituten bewährt. Apama steuert insbesondere Funktionen für Complex Event Processing (CEP) und Business Activity Monitoring (BAM) bei. Ein Web-basierendes Dashboard ermöglicht es Wertpapierhändlern, Ereignisströme zu überwachen und Muster zu erkennen. Dabei lassen sich Regeln definieren, mit deren Hilfe das System automatisch Reaktionen auf bestimmte Muster anstoßen kann.

Die Themen Event Processing und Business Activity Monitoring haben mit der Diskussion um Service-orientierte Architekturen (SOA) an Bedeutung gewonnen. Für die Kombination aus Ereignisverarbeitung und Service-Orientierung prägte das Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner vergangenes Jahr den Begriff SOA 2.0 , der unter Experten allerdings umstritten ist. Mehr zum Thema finden Sie auch im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (wh)

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