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E-Reader-Markt setzt zum Durchbruch an

20.06.2010 | 14:31 Uhr |

Das Geschäft mit E-Readern ist vor allem hierzulande bisher nicht richtig angelaufen. In Europa existiere in Wahrheit noch kein Markt für die innovative Technologie, so Experten gegenüber pressetext.

Zwar zeigte sich der Absatz auch in den USA bislang eher verhalten. In den vergangenen Monaten verbuchten die Hersteller aber eine stark anziehende Nachfrage. Marktbeobachter meinen darin Anzeichen für einen bevorstehenden Durchbruch der Geräte zu erkennen. Ihre Prognosen sind geradezu euphorisch. Um 34 Prozent ist die Zahl der E-Reader-Inhaber laut Daten der Marktforscher bei der GfK MRI seit Herbst 2009 gewachsen. Insgesamt sind damit aber erst 2,8 Mio. Anwender im Besitz eines entsprechenden Geräts. Der Großteil unter ihnen verfüge über ein abgeschlossenes Studium, lebe in einem Haushalt mit einem Jahreseinkommen von mindestens 100.000 Dollar und befinde sich im Alter zwischen 35 und 44 Jahren. Zudem zeigen die E-Reader-Besitzer eine wesentlich höhere Social-Networking-Affinität als der durchschnittliche US-amerikanische Erwachsene.

Die nun in Aussicht gestellten Perspektiven für die weitere Entwicklung auf dem E-Reader-Markt dürften nicht nur zur Freude der Hersteller, sondern auch von Magazin- und Zeitungsverlegern sein. Sie hoffen mit digitalen Ausgaben ihrer Titel an dem Geschäft zu partizipieren. In diesem Jahr rechnet etwa die Beratungsgesellschaft Oliver Wyman mit einem weiter mäßigen Zuwachs auf rund drei Mio. E-Reader-Besitzer, berichten US-Medien. Bis 2014 geht die Prognose jedoch von einem kräftigen Satz auf 40 Mio. in Umlauf befindliche Modelle mit Farb-Display aus. Touch-Smartphones sollen sich mit einem Wachstum von 29 auf 131 Mio. Geräte in vergleichsweise geringerem Tempo verbreiten.

(pte)

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