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Cloud-Dienste helfen IT-Service-Branche aus der Krise

Der Markt für IT-Services in Deutschland wird 2009 mit 3,3 Prozent schwächer wachsen, als vor der Wirtschaftsflaute angenommen.

Die Marktforscher von IDC haben ihre Prognose für die Entwicklung der IT-Services angesichts der Wirtschaftslage korrigiert. Die Studie umfasst den Zeitraum von 2007 bis 2012. Im vergangenen Jahr lag das Marktvolumen allein in Deutschland bei 38 Milliarden Dollar. Die stabilsten Segmente sind Cloud Services und Outsourcing, deren Wachtum 2009 allerdings aufgrund der Rezession etwas gebremst wird. Ab 2010 können sich IT-Dienstleister, die jetzt auf solche Services setzen, auf eine steigende Nachfrage gefasst machen.

Im Betrachtungszeitraum von 2007 bis 2012 soll der IT-Services-Markt immerhin noch um durchschnittlich 4,7 Prozent pro Jahr wachsen. „Der IT-Services-Markt in Deutschland wird von den Folgen der wirtschaftlichen Talfahrt vor allem in 2009 betroffen sein. Dennoch werden Outsourcing und speziell innovative Beschaffungsmodelle wie Cloud Services die Gewinner der Krise sein. Cloud Services ermöglichen den flexiblen und kostengünstigen Bezug von IT über das Internet. Ab 2010 erholt sich der IT-Services Markt wieder“, so Matthias Kraus, Research Analyst bei IDC in Frankfurt.

Die Studie „Der Markt für IT-Services in Deutschland im Zeichen der Krise, 2007-2012 – Update“ gibt eine aktualisierte Fünf-Jahres-Prognose und zeigt die wichtigsten Auswirkungen auf zwölf definierte Segmente sowie die größten Einflussfaktoren auf den deutschen IT-Services-Markt auf. Einige der Kernaussagen von IDC: Projekt-orientierte Dienstleistungen wie Consulting oder Custom Application Management werden 2009 besonders stark von den Auswirkungen der Krise betroffen sein. Integratoren kommen auf Grund notwendiger Infrastruktur- oder Applikationsprojekte vergleichsweise glimpflich durch die Wirtschaftskrise. Outsourcing ist und bleibt das größte Segment des deutschen IT-Dienstleistungsmarktes und wächst im Prognosezeitraum überdurchschnittlich. Wartungsleistungen sowie Schulungen gehören zu den großen Verlierern der aktuellen Konjunkturflaute. Sie hängen eng mit dem Verkauf von Hard- und Software zusammen, lassen sich häufig kurzfristig streichen und werden immer seltener separat verkauft. (jp)

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