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Professor ertappt beim Pornoschauen im Hörsaal

27.02.2013 | 13:38 Uhr |

Ein Professor schaute sich nach Vorlesungsschluss im Hörsaal noch schnell einen Porno an. Blöd nur: Das Notebook übertrug den Porno auf den Beamer des Hörsaals und auf ein Mitschnittgerät. Die Universitätsleitung feuerte den Dozenten.

Moderne IT-Technik gehört zu den Segnungen des heutigen Hochschulunterrichts. Der Dozent muss nicht mehr wie früher schwere Bücher und Unmengen von handschriftlichen Aufzeichnungen mit in den Hörsaal schleppen, sondern nimmt einfach nur sein Notebook mit. Das schließt er dann im Hörsaal an den Beamer an, schon können alle mehr oder weniger lernbegierigen Studenten im Hörsaal folgen. Sofern die Universität richtig hip ist, zeichnet sie die Vorlesung auf und überträgt sie später via Internetstream ins Web. Damit auch wirklich alle Interessierten weltweit der Vorlesung folgen können. So ist das beispielsweise an der niederländischen Universität Wageningen der Fall.
 
Was ein Dozent jedoch nicht machen sollte: Sich nach Vorlesungsende, wenn alle Studis den Hörsaal verlassen haben, noch schnell auf dem Notebook einen Porno reinziehen; zum Beispiel von der Webseite Pornhub. Denn erstens kann dann jeder, der den Hörsaal zufällig betritt (oder während der Vorlesung eingeschlafen ist und plötzlich aufwacht) dem Porno an der Wand des Hörsaals verfolgen. Und zweitens zeichnet ein Gerät die Vorlesung auf, damit diese später im Internet veröffentlicht werden kann. Wenn sich auf dieser Aufzeichnung dann ein Porno befindet, mag den einen oder andere Studenten vielleicht nicht stören – ganz im Gegenteil. Es stört jedoch ganz erheblich die Universitätsleitung.
 
Genau das ist kürzlich an der Universität Wageningen passiert, wie verschiedene Internetmedien berichten. Der Gast-Professor mit dem Faible für Pornos kam aus dem Nachbarland Belgien und gilt unter seinen Studenten als guter Dozent. Er ist eigentlich bereits emeritiert, also im Ruhestand, und hatte ursprünglich an der belgischen Universität Gent gelehrt. Doch bereits seit einigen Jahren hält der Emeritus Gastvorträge an der niederländischen Uni Wageningen und zwar im Fach Lebensmittelchemie.
 
Von seinem Missgeschick bekam er zunächst einmal gar nichts mit. Geholfen hat ihm das Nichtwissen aber nichts, denn ein Student, der die Aufzeichnung überprüfte, bemerkte die bewegte nackte Haut. Ein Screenshot fand den Weg ins Internet (siehe Bild zu dieser Meldung). Nach anderen Berichten wurde der Stream mit dem Porno nicht nur aufgezeichnet und bei der Kontrolle entdeckt, sondern tatsächlich ins Internet übertragen. Einige verdutzte Studenten sollen die "Porno-Vorlesung" auf ihren PCs mitverfolgt haben. Wie dem auch sei: Die Universität entzog dem alten Herrn daraufhin den Lehrauftrag.
 
Vielleicht ein kleiner Trost: Angeblich sollen die Betreiber von Pornhub dem Dozenten einen kostenlosen Premium-Vollzugang für ihr Portal angeboten haben. Zumindest wird das im Internet kolportiert.

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