170884

Googles Street View macht in Australien Gesichter unkenntlich

05.08.2008 | 15:21 Uhr |

Wie in Großbritannien macht Google auch in Australien die Gesichter von Menschen unkenntlich, die auf Fotos des Straßenansichtdienstes Street View zu sehen sind.

Street View ist eine Erweiterung von Google Maps . Nutzer können damit anhand von 360-Grad-Panoramafotos in einer Bürgersteigansicht durch Straßenzüge navigieren. In den USA liefert der Google-Service eine nahezu komplette fotografische Abdeckung einiger Städte. Als Street View dort im vorigen Jahr an den Start ging, wurden schnell Bedenken der Datenschützer laut. Menschen, die ahnungslos durch die Straßen gelaufen waren, entdeckten sich plötzlich auf weltweit publizierten Street-View-Fotos wieder.

"Google hat große Anstrengungen unternommen, die Privatsphäre zu schützen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass alle Australier in den Genuss dieses Dienstes kommen", heißt es in einer Erklärung des Unternehmens. "Street View enthält nur Ansichten von öffentlichen Straßen, die ohnehin schon allgemein einsehbar sind." Zusätzlich könnten User unangemessene Bilder melden, um sie entfernen zu lassen.

Andrew Foster, Produktmanager von Google Australien, erklärt: "Google Maps ist in Australien erfunden worden, deshalb sind wir begeistert, dass Australien eines der ersten Länder ist, in denen Street View gestartet wird. Viele abseits gelegene Regionen Australiens kann man jetzt virtuell entdecken. Street View erlaubt Menschen, Orte zu besuchen, die sie bisher nicht sehen konnten."

Der Dienst steht bislang nur in wenigen Ländern zur Verfügung. Im Mai 2007 ging die US-Version für 50 Bundesstaaten online. Großbritannien wird in Kürze starten. Die französische Edition ging Anfang Juli an den Start. Sie deckt nur einige wenige Straßen ab, dafür aber ganz besondere: die Route der Tour de France.

0 Kommentare zu diesem Artikel
170884