27.07.2011, 19:01

Denise Bergert

Privatsphäre

Facebook-Gesichtserkennung kann nun einfacher deaktiviert werden

©Facebook

Facebook hat es seinen Mitgliedern einfacher gemacht, die umstrittene Gesichtserkennung zu deaktivieren und reagiert damit auf die internationale Datenschützer-Kritik.
Mit der Einführung der umstrittenen automatischen Gesichtserkennung auf Fotos, zog das Social Network Facebook die Kritik von zahlreichen Datenschützern auf sich. Kritiker stellten den Umgang des Unternehmens mit den persönlichen Informationen seiner Nutzer in Frage. Mit Hilfe der neuen Funktion werden Fotos beim Upload automatisch gescannt und mit den Profilbildern von Freunden abgeglichen. Werden bestimmte Personen auf den Fotos erkannt, schlägt die Option einen Namen vor, mit dem die Aufnahme verknüpft werden kann.
Der US-amerikanische Anwalt George Jepsen kritisierte diese Vorgehensweise im vergangenen Monat in einem offenen Brief an die Facebook-Betreiber. Die Überprüfung und Katalogisierung von Personen im Facebook-Netzwerk verstoße gegen die Persönlichkeitsrechte der einzelnen Mitglieder, so Jepsen. Facebook reagierte umgehend auf die Negativ-Schlagzeilen und arrangierte mehrere persönliche Treffen mit dem verärgerten Anwalt.
Als Resultat der Gespräche klärt Facebook seine Mitglieder nun über das neue Feature auf und löscht bei einem entsprechenden „Opt Out“ alle gesammelten Daten. Wie Jepsen heute in einer offiziellen Stellungnahme bekannt gab, habe sich Facebook sehr kooperativ gezeigt und zahlreiche Änderungen vorgenommen. Laut Facebook werde die neue Funktion nur noch auf neue Fotos angewendet und die Vorschläge beinhalten lediglich Freunde. Die entsprechende Funktion zum Abschalten des Features sei außerdem einfacher zu finden.
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