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Privat surfen: Kein Kündigungsgrund

29.06.2005 | 13:59 Uhr |

Sie surfen privat an Ihrem Arbeitsplatz - nicht in jedem Fall ein Grund für eine Kündigung.

Wer Mitarbeitern die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz untersagen will, sollte dieses Verbot auf keinen Fall „grundsätzlich“ aussprechen. Juristisch gesehen wird das Verbot dadurch nämlich nicht verschärft - im Gegenteil: Die Nutzung ist dann in Ausnahmefällen erlaubt, teilt die Deutsche Anwaltshotline mit. Die Richter würden in solchen Fällen meist zugunsten des Arbeitnehmers entscheiden.

Verwiesen wird auf einen Fall, der vor dem Landesarbeitsgericht Nürnberg verhandelt wurde (AZ 6 Sa 348/03). „Die Nutzung eines dienstlichen Internetzugangs für private Zwecke wird von den Gerichten nur dann als wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung akzeptiert, wenn sie vom Dienstherrn eindeutig verboten war und wenn feststeht, dass sie in umfangreicher Form erfolgte“, erläutert Rechtsanwalt Christoph Strieder den Nürnberger Richterspruch.

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