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Printcast: Werbung selbst ausdrucken und Tintenpatrone geschenkt bekommen

07.05.2007 | 17:12 Uhr |

Tintenpatronen kosten Geld – teilweise viel Geld. Das Unternehmen Printcast will Anwender mit einer kostenlosen Tintenpatrone für ihren Drucker entschädigen, wenn sie Werbung auf dem heimischen Drucker in ausreichender Menge ausdrucken.

Wozu noch Tintenpatronen kaufen, wenn sich der Drucker selbst dafür das Geld verdienen kann? Das hat sich das Unternehmen Printcast gedacht und will künftig Besitzern von Druckern fast kostenlos Tintenpatronen anbieten. Dafür wird sich der Anwender allerdings erstmal registrieren müssen und dabei auch allerlei persönliche Informationen preisgeben müssen. Im Gegenzug erhält er dann passend auf ihn zugeschnittene Werbung, die er auf dem heimischen Drucker ausdrucken kann beziehungsweise muss, wenn er an die kostenlose Tintenpatrone gelangen will.

Jede vom Anwender gedruckte Werbung wird seitens Printcast mit beispielsweise 0,50 Euro vergütet. Der genaue Betrag hängt davon ab, welche Werbung der Anwender ausdruckt. Laut Angaben von Printcast soll aber jede ausgedrucke Werbeseite im Schnitt den Ausdrucken fünf normaler, werbefreier Seiten finanzieren können. Alternativ kann der Anwender aber auch auf jeder ausgedruckten Seite oben eine Bannerwerbung mit ausdrucken, die den Rest der ausgedruckten Seite finanzieren soll.

Damit das alles auch Sinn macht beziehungsweise damit Printcast auch die Werbung an den Drucker ausliefern kann, muss eine speziell von Printcast entwickelte Software auf dem Rechner installiert werden, die das Auszudruckende abfängt, die Werbung platziert und das Guthaben festhält.

Sobald sich die Tinte im Drucker ihrem Ende zuneigt, erhält der Anwender dann von Printcast eine neue Tintenpatrone zugeschickt, wenn sich ein entsprechendes Guthaben aufgebaut hat. Wer also die Printcast-Software mal nicht nutzt und auf eigene Faust (sprich über den üblichen Druckertreiber druckt), der kann auch nicht genügend Guthaben für den Erhalt einer geschenkten Tintenpatrone aufbauen und muss, wenn er denn eine Tintenpatrone von Printcast wünscht, den Differenzbetrag zahlen.

Zumindest theoretisch wäre es möglich, dass die Printcast-Software alle zu druckenden Daten an das Unternehmen sendet. Das geschähe aber nicht, betont das Unternehmen. „Nichts von dem was Sie ausdrucken, gelangt zu PrintCast; im Gegenteil, nur Daten der Werbebanner werden zu Ihnen geschickt. Das Verschmelzen mit Ihren persönlichen Daten geschieht ausschließlich auf Ihrem PC“, verspricht das Unternehmen. An Kosten fallen nur die Kosten für die Internetverbindung an, wobei je nach Umfang der Werbung sicherlich eine DSL-Flatrate empfehlenswert ist. Außerdem fallen natürlich auch die Kosten für das Papier an, auf dem gedruckt wird, die aber der Anwender selbst tragen muss, denn schließlich würde er auch beim normalen, nicht werbe-finanzierten Drucken dafür zahlen müssen.

Printcast befindet sich derzeit noch in der Testphase und die Software ist vorerst nur für Windows verfügbar. Momentan werden Tintenstrahldrucker der Hersteller HP, Epson, Lexmark, Brother und Canon unterstützt. Weitere Modelle sollen nach und nach dazukommen. Auf Wunsch kann man sich schon jetzt registrieren und wird eventuell als Tester ausgewählt.

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