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Prepaid: Vodafone muss vor Gericht

26.07.2006 | 17:01 Uhr |

Nach O2 sieht sich nun auch Vodafone einer Klage von Verbraucherschützern wegen seines Umgangs mit Prepaid-Guthaben gegenüber.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband ( VZBV ) geht nach O2 jetzt auch gegen Vodafone gerichtlich vor. Auslöser des Rechtsstreits ist die Praxis des Mobilfunkproviders, Guthaben auf Prepaid-Karten nach einer bestimmten Zeit verfallen zu lassen. Erst vor kurzem hatte das Oberlandesgericht München eine entsprechende Klausel von O2 in zweiter Instanz für ungültig erklärt. O2 hatte die Entscheidung nach eingehender Prüfung akzeptiert und schließlich auf den Gang vor den Bundesgerichtshof verzichtet.

Kunden haben allerdings nach diesem Urteil keinen Anspruch auf Rückerstattung der bereits verfallenen Gesprächsguthaben. Auch die Vertragsbedingungen anderer Mobilfunkprovider sind nicht von dem Urteil betroffen. Der VZBV kann daher nur einzeln gegen die verschiedenen Anbieter vorgehen. Ob Vodafone aus dem Urteil Konsequenzen zieht und seine Prepaid-Vertragsbedingungen freiwillig anpassen wird, ist noch unklar. Das Unternehmen will erst den Ausgang des am Donnerstag beginnenden Verfahrens abwarten.

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